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Das meine ich damit, es hängt sowohl davon ab wie groß die Differenz durch die Pfeilgeschwindigkeit ist und wie groß im Vergleich dazu die mögliche Streuung des Schützen ist.
JA, mit ausreichend vielen Pfeilen kann man den Speedvorteil heraus sehen. Da rede ich aber von mehreren hundert Schüssen. Bei drei Pfeilen geht das nicht mehr und mit dem allerersten Pfeil schon gar nicht.
Die bessere "Taktik" um bei einem Turnier mit x-Anzahl an Schüssen ein besseres Ergebnis zu bekommen wäre: besser die Distanzen schätzen.
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Jetzt haben wir hier genau mein Problem eingekreist

Ich habe verschiedene Stellschrauben:
Ich kann Technik trainieren, um meinen persönlichen Fehler kleiner zu bekommen

Ich kann das "Schätzen im Gelände" üben, damit ich besser schätze und mit weniger Abweichung in den ersten Schuß gehe

Ich kann mein System dahingehend optimieren, dass mein Setup weniger Abweichung produziert. Bessere Pfeilauswahl und entweder ruhig, stabil und verzeihend ODER schnell und flache Flugbahn. Hier ist jetzt genau die Frage, welcher Ansatz hier mit der Vorgabe eines Schätzfehlers besser ist. Auf kürzeren Entfernungen bis 30m habe ich die Tests für mich inzwischen durch und es ist einfach egal, ob mein Pfeil 210, 235 oder 260 ft/s hat. Die "falsch abgegriffenen" Pfeile liegen maximal 1-2 cm auseinander.
Damit würde ich einen Haken an die Fragen zum DSB etc machen und dort definitiv die Pfeile nehmen, die auch ansonsten beim Scheibenschießen besser gruppieren.
Jetzt kommen wir zu den weiteren Distanzen, den damit verbundenen größeren Schätzfehlern und dem Einfluß von Winkeln.
Bei der Diskussion ist mir wichtig das wir nicht über GAP-Shooting reden, sondern über Stringwalking. Egal mit welchem Setup bin ich bis 55m immer mit der Spitze im Ziel und muss abgreifen. Und ja - die Winkel/Abzüge sind bei größeren Entfernungen auch ein Faktor.
Die ausreichende Grundgesamtheit nehme ich auch als gegeben, aus ein oder zwei geschossenen Pfeilen kann ich nichts ableiten. Aber was ich mir schon erlaube, ist die Verteilung auf einer Scheibe auf ein 3D Tier zu übertragen. Im ersten Schritt habe ich die Streuung auf die entsprechende Entfernung - das ist Schritt 1. Danach habe ich den Schätzfehler bei der Entfernung, der sollte bei schnelleren Pfeilen weniger gravierend sein (sollte! noch nicht getestet) das ist mein Schritt 2. Danach schaue ich mir das Verhalten bei Winkeln an, da kommen ja nun schon ohne Schätzfehler genug Faktoren rein. Bis hierhin kann ich sehr gut Feldscheiben etc nehmen, da das Schätzen noch egal ist.
Danach würde ich gerne unbeeinflusst zwei oder drei verschiedene Setups schießen und die Punktzahl vergleichen, aber da hört es dann mit "unbekannt" auf. Wenn ich es einmal geschossen habe ist es nicht mehr unbekannt... und genau hier kommt die Erfahrung anderer Schützen ins Spiel.
Ich fürchte, es ist ein ganz persönliches Ding. Wie sauber schieße ich unter Druck/Belastung etc. Mit welchem Setup kommen am Ende mehr Punkte raus? Wie reagiert das System/Setup auf kleine Fehler?