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« Letzter Beitrag von TonyMontana am Heute um 11:50:29 Vormittag »
Ich glaube, dass man mit nem Baseballschläger eher Probleme kriegt als mit nem (abgespannten) Bogen.
Immerhin wird der Basie gerne als Paradebeispiel für einen „gefährlichen Gegenstand“ aufgeführt - und die unterliegen ja schon in einigen Waffenverbotszonen oder in manchen Öffis dem Führverbot.
Auf der anderen Seite, bin ich in unter anderen in einem Verein, der seine Range mitten in der Innenstadt in einem Touri Hotspot hat.
Da wurde mir schon erzählt (höhrensagen) das Kollegen aus dem Bus geschmissen wurden, weil sie ihren Bogen da transportiert haben (wohl so, dass offensichtlich war um was es sich handelt). Oder eben mit Köcher und Pfeilen auf dem Rücken.
Ein anderer Kollege hat wohl mal Ärger bekommen, weil er zu faul zum Abspannen war und mit nem aufgespannten Bogen vom Training durch die Stadt nach Hause gelaufen ist.
Rechtlich kann man da aus meiner Sicht erstmal keinen was. Sportgerät und keine Führungsbeschränkung.
Aber wenn sich halt die „Zivilisten“ drumrum unwohl oder gar bedroht fühlen -gerechtfertigt oder nicht - kann’s halt trotzdem nach hinten losgehen.
Unser Vorstand jedenfalls mahnt dazu die Bögen und Pfeile immer abzuspannen und in Taschen / Röhren zu verpacken, damit wir keinen Ärger bekommen.
Ich fahre mind 3x die Woche mit meiner Ausrüstung Bus und hab noch nie Ärger bekommen. Hab aber eben auch immer alles verpackt.
Ich hab zwischenzeitlich sogar Schlösser an meinen Taschen - weniger aber wegen dem Bogen selbst, sondern eher wegen dem Bogenmesser, das am Gürtel im Rucksack hängt und ggf. Dem Führverbot unterliegt (verschlossene Tasche = eindeutige nicht geführt).
Gestern war ich auf nem schönen Parcours - das war fast wie roven. Schöner Wald, Parcours mittendrin ohne Einzäunung und direkt daneben ne gut frequentierte Grillstelle mit vielen „Zivilisten“. Da muss man sogar zwischen den Zielen drüberlaufen. Die waren alle aber eher fasziniert und fandens ganz interessant.
Will sagen, dass es wahrscheinlich eben drauf ankommt wem man wie begegnet. Die faktisch rechtliche Seite ist da eher zweitrangig. Wir müssen der Sache ins Auge sehen: egal wie das der Gesetzgeber einordnet, Bögen sind nunmal „Waffen“ mit denen die Menschheit seit über 30.000 Jahren sehr erfolgreich jagt und Kriege gefochten hat. Manche Leute sehen heutzutage Bögen eher als Spielzeug, für manche schleicht sich aber eben auch schnell ein ungutes Gefühl ein. Ist halt nicht alltäglich, dass einem einer irgendwo mit Pfeil und Bogen in die Arme läuft.
Ich werd das roven jedenfalls mal testen. Nehm was leichtes mit und die ungefährlichsten Pfeile die ich finde.
Habt ihr da tips? Ich dachte zuerst ich nehm Gummiblunts, aber wie hier schon richtig gesagt wurde sind die ja eigentlich zur Kleinwildjagd entwickelt und könnten doch im Zweifel als dedizierte Jagdpfeile eingeordnet werden, oder?