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Bogenkauf, Beratung und Testberichte / Re: Blankbogen - wer schießt ihn intuitiv?
« Letzter Beitrag von Landbub am Heute um 02:30:34 Nachmittag »Für mich ist „GAP Shooting“ aber eigentlich das Visieren über die Spitze, mit einem definierten vertikalen Abstand bzw. Spalt (Gap) zum Zielpunkt.
Also eigentlich das, was er nun in den Bildern zum „Split Vision“ darstellt.
Das verwirrt mich jetzt etwas.
Gap Shooting bezieht sich nur auf das Delta ("Gap") zwischen dem Punkt, wo der Pfeil hin soll (also in die 11) und dem Punkt, auf den du in Abhängigkeit von der Entfernung anhalten musst. hast du ein gut getuntes System, ist der in senkrechter Linie drüber (weit) oder drunter (nah) vom eigentlichen Zielpunkt.
Mit welchem Referenzpunkt du das machst, ist egal. Kann die Pfeilspitze sein, das Ende vom Auflagefinger, der optisch Schnittpunkt Shelfkante/Pfeil oder - auch schon gehört - Oberkante Buttonstift. Aber da stimmt m.E. die Kopfhaltung nicht, wenn man rechts vom Pfeil visiert. Da tut mir schon die Nase weh.
Dieser Referenzpunkt kann auch gewechselt werden, um beispielsweise nicht in die Luft halten zu müssen. Also dass z.B. erst die Pfeilspitze bis 40m und ab vielleicht 40m man dann die Shelfkante als Referenz nimmt. Damit bist vielleicht noch auf der 3D-Scheibe (sic.), während die Pfeilspitze schon in den Wolken ist bei langen Pfeilen.
Hierbei ist üblicherweise bei 3D das Ziel im Fokus, also scharf. Bei Scheibe, wo man mit dem Gold in der Mitte ein gut erkennbares Ziel auch bei Unschärfe hat, fokussieren manche dann eher die Pfeilspitze (oder den Auflagendraht oder...) für ein schönes "Lollipop-Zielbild".
Für SplitVision gibts mehrere Erklärungen. Die für mich sinnvollste als Abgrenzung zu Gap oder PoA ist die, dass ein SpitVision schütze "halbintuitiv" schießt. Er hat den Pfeil schön vor dem Auge und schaut entlang des Pfeiles Richtung Ziel. Er visiert - oder besser: visualisiert- sozusagen die Richtung. Aber die Höhe (also die Distanz) überlässt er der Intuition. Das hat den großen Vorteil, dass es fast so schnell geht wie intuitives Bogenschießen: man muss die Entfernung nicht schätzen, gewinnt aber durch die Richtungskontrolle ein wenig Präzision und vermeidet viele Formen der Targetpanik.
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