Archers Campfire

Bogenschießen => Pfeile => Thema gestartet von: roscho am November 17, 2017, 09:29:08 Vormittag

Titel: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am November 17, 2017, 09:29:08 Vormittag
Weil das Thema Basisempfehlung für einen passenden Pfeil ja immer wieder mal kommt, möchte ich hier mal eine aus meiner Sicht passende Übersicht posten.

Die Werte sind nicht von mir, sondern aus A. Cameras (sehr guten Buch) "Shooting the Stickbow" und die Tabellen gibts als Gesamtübersicht auf Englisch  hier:
http://www.shootingthestickbow.com/ArrowGuide.html


Ich habe mal versucht das auf Deutsch zu übersetzen:

Als Vorbemerkung: diese "Vorschläge" ergeben nicht den PERFEKTEN Pfeil für den jeweiligen Bogen, sondern "nur" nach der 80/20 Regel einen brauchbaren Pfeil der für Anfänger zum Erlernen der Schußtechnik und die ersten Gehversuche vollkommen ausreichend ist.

Also Allgemein für circa 28" (27-29") lange Pfeile und 100 bis 125 gn Gesamtspitzengewicht (Insert + Spitze)

bei einem Zuggewicht auf den Fingern xx# von nutze ich folgenden Spine

18# bis 23#: 1300 bis 1500 Spine (optimal 1400)
24# bis 27#: 1000 Spine
28# bis 33#: 900 Spine

bis hierher immer dünne Schäfte, jetzt ist eine Auswahl möglich
 
34# bis 42#: 700 Spine
43# bis 52#: 600 Spine
53# bis 60#: 500 Spine
61# bis 70#: 400 Spine
71# bis 80#: 300 Spine

Das gilt für ca 28" lange Pfeile, bei 30" Länge jeweils (bei gleichen Zuggewicht) eine Spineklasse niedriger, 32" zwei Spineklassen

Umgekehrt bei 26" eine Spineklasse höher, 24" 2 Spineklassen.

Spitzengewicht hat auch einen Einfluss, 50 gn mehr machen eine Spineklasse aus.

Beispiel bei einem 40# Bogen mit 28,5" langen Pfeilen mit 100 gn Spitzengwicht brauche in 700 Pfeile, nehme ich 150 gn Spitzen ODER ein schwereres Insert brauch ich 600er Pfeile.

Modernes Sehnenmaterial hat auch einen Einfluss, der bis zu 5# ausmachen kann.

Beispiel: ich habe einen den obigen 40# Bogen und nutze 700er Pfeile, wechsle ich auf ein  modernes Sehnenmaterial kommen rechnerisch 5# dazu und ich brauche 600er Pfeile.

Habe ich nur einen 35# Bogen bei dem ich auch 700er schiessen würde brauch ich nicht zu wechseln da ich noch im Bereich bin.

Nochmal: diese Übersicht ergibt keinen perfekten Pfeil, aber einen brauchbaren Pfeil für den Einsteiger und kann dem Fortgeschrittenen als Basis für eine Schaftauswahl für den Rohschafttest dienen.

Diese Werte gelten auch nicht für einen "hochperformanten" Bogen oder Bögen mit einem extremen Mittenschnitt, aber der Einsteigerbogen sollte gut damit passen.

Die perfekte Bogen/Pfeil/Schützenkombi kann nur einen Rohschafttest ermittelt werden.

 
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Mescalero am November 17, 2017, 09:55:08 Vormittag
Sehr gut! :GoodJob:

Allerdings würde ich für 30# und weniger keine 100gn als Spitzengewicht ansetzen sondern 70 oder 80 und die Spinewerte entsprechend etwas hochrechnen. Fertig gekaufte Pfeile haben ohnehin meist 70er Klebespitzen drin, zumindest die Stricknadeln.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am November 17, 2017, 10:12:02 Vormittag
Kann man ja machen - die entsprechenden Richtlinien sind ja da ;)

Wer wie welche Pfeile mit welchen Spitzen verkauft - das kann so eine einfache Tabelle ja nicht berücksichtigen ;)

80 gn ist ja noch in der Toleranz ;)
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Grizzly am November 17, 2017, 10:37:07 Vormittag
Super  :GoodJob:

Es ist wichtig in der ganzen Reihe nur eine Variable beim Pfeil zu haben (Spine).

Den Rest muss man im Einzelfall abschätzen. Ich bin mal mit meinen Bögen/Pfeilen gedanklich durch die Liste gegangen, kommt hin.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: TK am November 17, 2017, 10:40:08 Vormittag
Kann ein Mod den Thread vielleicht sticky machen?
Hätte mir als ich Neueinsteiger war eine Menge Sucherei gespart!
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Waldgeist am November 17, 2017, 11:12:53 Vormittag
Moin Roscho,
Danke für den Auszug mit den Spinewertempehlungen. Nach meiner Kenntnis weicht das doch vom allgemein verbreiteten Wertesystem etwas ab. Muss man einfach mal ausprobieren ...
so long
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am November 17, 2017, 11:32:48 Vormittag
@Waldgeist: offen zur Diskussion !  ;)
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Waldgeist am November 17, 2017, 11:45:28 Vormittag
Mein Kommentar/Beitrag war keineswegs wertend gemeint!  :unschuldig:
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Grizzly am November 17, 2017, 11:52:45 Vormittag
Ich weis, was du meinst. Die meisten Empfehlungen in Literatur, Netz  und Handel laufen auf zu harte Pfeile hinaus. Und viele (erfahrene 1) Schützen übernehmen das einfach und drücken es jedem Anfänger auf.

Es gibt hier einen Laden, da hab ich mal aus Jux nach 1200er Spine für die Kinder gefragt. Antwort: Wer braucht den sowas. Die sind ja nicht stabil genug.

 Da gehen die Leute bei <30# und 700er Spine aus dem Laden. Meist 600, weil da eben Fertigpfeile da sind.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Mercenario am November 17, 2017, 11:53:29 Vormittag
@waldgeist
Welches Wertesystem ist denn verbreitet? Finde die Werte die hier drinstehen durchaus passend und gängig
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Waldgeist am November 17, 2017, 11:55:09 Vormittag
Moin,
so etwa die von einigen Herstellern ausgegeben Empfehlungen (z.B. GT)
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Mercenario am November 17, 2017, 11:57:38 Vormittag
Meinst du z.b. Bei GT traditionell 500 wo dann 35-55 drauf steht?
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am November 17, 2017, 11:58:14 Vormittag
Mein Kommentar/Beitrag war keineswegs wertend gemeint!  :unschuldig:

Hab ich auch nicht so verstanden - ich denke aber das eine Diskussion dem Thema durchaus zuträglich wäre ..

Durch die negativen Mittenschnitte können zwar durchaus steifere Pfeile geschossen werden - das macht die Abstimmung für traditionelle Schützen aber nicht leichter sondern aus meiner Sicht schwerer ..
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Waldgeist am November 17, 2017, 12:10:18 Nachmittag
Ja genau; ich schieße die GT doch recht gerne und nehme auch die etwas härteren Pfeile an, weil ich auch mit den damit erzielten Treffergebnissen zufrieden bin. Werde aber mal mit weicheren experimentieren.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Mercenario am November 17, 2017, 01:50:12 Nachmittag
Bezog sich ja auf einen 28" Pfeil mit 100-125 gr spitze da passen roschos angaben recht gut
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Waldgeist am November 17, 2017, 02:01:29 Nachmittag
Schon klar. z.Zt schieße ich GT trad. 500 mit 8,6 GPI bei 30,75".  Sind also nicht weit von roscho entfernt.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Ossi am November 18, 2017, 10:10:48 Nachmittag
Hallo,

jetzt möchte ich als Newbie doch noch einmal nachfassen.
Für einen Recurvebogen mit 25 lbs @ 28" und 29" Auszug wären ca. 28 lbs auf den Fingern. Der Bogen mit Micarta-Tips soll mit FF geschossen werden.
Ich würde daraus schließen, dass in der Rubrik 28-33 lbs = 900 er Spine die 5 # für die FF (durch die größere Spanne) bereits berücksichtigt sind und die Pfeillänge von 30" die nächste Stufe gleich 700 er Spine erfordert. Das Archers Multitool würde bei einer 100 grain Spitze gleich einen Spinewert
von 600 auswerfen.
Hier gehen die Vorstellungen doch schon weiter auseinander.
Die Bogenfibel rät zum Spine 670-750.
Bodnik würde 800 empfehlen.
Ich denke, dass bei diesem geringen Zuggewicht sicherlich noch keine Carbonis mit einem Spinewert von 600 erforderlich sein werden: M. E. dürften
700 er mit einer 85 grain Spitze, 13 grain Insert u. 5 grain Protectorring sicherlich ausreichen. Oder seht ihr das anders?
Viele Grüße
Juergen 
   
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Grombard am November 18, 2017, 10:27:41 Nachmittag
Genau kann dir das nur dein Bogen sagen.
Ich schieße bei 29" Auszug und 30# auf den Fingern 700er Warriors mit 90gn Spitze. Die passen ganz gut.
Absolut perfekt (vom Rohschaft her) waren 740er Apollos mit voller Länge und 80gn Spitze.
Aber mit den glatten Sagettis habe ich mich auf dem Parcours nicht wohlgefühlt.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am November 18, 2017, 10:49:44 Nachmittag
Hallo,

jetzt möchte ich als Newbie doch noch einmal nachfassen.
Für einen Recurvebogen mit 25 lbs @ 28" und 29" Auszug wären ca. 28 lbs auf den Fingern. Der Bogen mit Micarta-Tips soll mit FF geschossen werden.
Ich würde daraus schließen, dass in der Rubrik 28-33 lbs = 900 er Spine die 5 # für die FF (durch die größere Spanne) bereits berücksichtigt sind und die Pfeillänge von 30" die nächste Stufe gleich 700 er Spine erfordert. Das Archers Multitool würde bei einer 100 grain Spitze gleich einen Spinewert
von 600 auswerfen.
Hier gehen die Vorstellungen doch schon weiter auseinander.
Die Bogenfibel rät zum Spine 670-750.
Bodnik würde 800 empfehlen.
Ich denke, dass bei diesem geringen Zuggewicht sicherlich noch keine Carbonis mit einem Spinewert von 600 erforderlich sein werden: M. E. dürften
700 er mit einer 85 grain Spitze, 13 grain Insert u. 5 grain Protectorring sicherlich ausreichen. Oder seht ihr das anders?
Viele Grüße
Juergen 
 
@Ossi: ich würde mit 700er anfangen
Genaue Auskunft kann nur der Rohschafttest geben, aber ich würde davon ausgehen das die 700er halbwegs gut fliegen ;)
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: tempest am November 19, 2017, 09:57:35 Vormittag
Interessante Diskussion, ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich bei meinem kurzen Auszug von27'' eine Spinegruppe mindestens hinaufgehen muss. Beim Kiowa waren es sogar 2 (1300er) mit 70 grains Spitze. Beim Border mit 36 Zoll waren es dann auch 800er.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Soulsurfer am November 26, 2017, 01:41:52 Nachmittag
Interessant, man kann wirklich mit den Werten spielen, wie ich auch schon im FOC Thread geschrieben habe.
Was ich noch gar nicht gelesen habe. Die meisten Pfeile gibt es in 3 verschiedenen Gradheitsabweichungen wie 0,001 / 0,003 und 0,006.
Was sind da eure Erfahrungen? Macht ja auch preislich was aus
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am November 26, 2017, 02:28:56 Nachmittag
Für den „normalen“ 3D Schützen sind meines Erachtens 0,006er Pfeile ausreichend.
Interessant dazu folgendes PDF
http://www.bogensportverlag.com/downloads/cm-4-2014-arrow-straightness.pdf

Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Soulsurfer am November 26, 2017, 07:17:10 Nachmittag
Genau Roscho, interessanter Artikel,
ich denke auch, dass 0,006 völlig ausreichend sind für 3D.
Noch was anderes, was denkst du inwieweit Wraps den FOC beeinflussen? Ich selbst denke, es spielt keine große Rolle.
LG :bow:
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Marcus (WÜ) am November 26, 2017, 07:36:08 Nachmittag
Ist der 800er Spine abgeschafft worden?
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am November 26, 2017, 08:11:40 Nachmittag
@Soulsurfer: Gewicht ist Gewicht -aber FOC misst du ja fertigen Pfeil.
Dünne Oracal sind aber nicht sehr schwer ;)
Wichtiger wäre ob Sie den Spine beeinflussen-und auch da ist der Einfluss eines einzelnen Wraps gering ;)

@wolfskills: welcher Schaft ???
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Marcus (WÜ) am November 26, 2017, 10:45:18 Nachmittag
Wie, welcher Schaft?

In der Tabelle gehts schön runter...nur die 800 fehlt...ich habe 800er..sowohl Penthalon Black als ach Nijora Starter...
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Fanatic_Ice am März 04, 2018, 10:21:42 Vormittag
Ich bin da ja ein wenig vorbelastet, hatte früher 35# Recurve, 34,6# auf den Fingern, dazu ein Easton Carbone One 730 mit 27 3/4" Gesamtlänge, 100grn. TopHat Protector bei 27" Auszug, der ging auch recht gut, war aber im nachhinein der Annahme einen Spinewert höher wäre perfekter gewesen.

Jetzt muss ich mir, bei meinem neuen Hybriden, ich nenne ihn liebevoll "ORA"  ;D, langsam Gedanken machen welche Stöckchen der bekommt, da möchte ich unbedingt Holz, finde ich schöner und traditioneller, denke mal Sitka - Schäfte werden es. Da bin ich mir noch sehr unsicher welche Spine, welches Spitzengewicht, und ob 3" oder 4" Naturfedern. Da Geschwindigkeit nicht alles ist, bin ich noch am überlegen ob ich eine agressive Dacron - Sehne 10 - 12 Strang) oder ausgewogene FF+( XX Strang), von Guido, nachrüste, oder beides, aber erstmal muss die (Ablass)Technik wieder verfeinert werden. Man muss ja soviele Faktoren dabei beachten, das ist garnicht so leicht.

Später soll aber jedenfalls noch ein 6er Satz SlimLine - Carbonies her, aber das ist noch Zukunftsmusik.

Ich erwate jetzt hier keine Antworten zu meinen Gedanke und Überlegungen speziell zu meinem Equipment, das möchte ich später an anderer Stelle hier im Forum, gebündelt in einem Thread zusammenfassen, ich denke aber es als Hilfestellung für Anfänger hier so stehen zu lassen.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Soulsurfer am Mai 11, 2018, 03:22:25 Nachmittag
Meine Technik und dadurch mein Auszug hat sich von 29“ auf 30“ verbessert. 40-42# auf den Fingern (genauer geht’s nicht)
Bisher Aurel Agil 600er mit gesamt 93 grain(70er Spitze, Insert 18 und Protektorring 5), hinten Busching mit G-Nock 16,8 gr, Schaftlänge 29,5“.
Der Schaft soll jetzt 1 Zoll länger werden. Möchte keinen 500er, der wird auch zu steif sein.
Vorne könnte ich durch ein leichteres Insert von GT mindestens 5 gr sparen, durch weglassen des Protektorrings nochmal 5. Sollte dann eigentlich ausgeglichen sein. Was meint ihr?
Ich weiß, was gleich kommt.. :bang: Rohschafttest. Hatte ich mit altem Setup schon Stundenlang gemacht und passte perfekt, möchte den Aufwand, wenn möglich vermeiden
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Mescalero am Mai 11, 2018, 03:30:20 Nachmittag
Dass die 10 Grain einen Zoll Schaftlänge (und zwei oder drei Pfund mehr Zuggewicht) ausgleichen, glaube ich nicht. Wenn die 600er vorher gepasst haben mit so wenig Gewicht vorn, wird es wohl ein 500er Spine werden, fürchte ich.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Landbub am Mai 14, 2018, 12:48:26 Vormittag
Bei Compound bin ich mit den Annahmen nicht gut gefahren. Recurve ja.
60# Compound, moderner, schneller Bogen, sollten 400er bei 100gn Spitze passen. Tun sie aber nicht. 340 oder 300er sind richtig.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Soulsurfer am Mai 14, 2018, 05:32:33 Nachmittag
Hier mal mein Auszug, Pfeil wie oben schon beschrieben 600er 29,5 Zoll (Nockboden-Schäftende) Hab mir jetzt 500er Rohschaft bestellt in 30,5 Zoll. Das sollte reichen, oder?
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Soulsurfer am Mai 14, 2018, 10:17:59 Nachmittag
 :bang:
Na toll, Foto vergessen.
Aber jetzt
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Grombard am Mai 14, 2018, 10:34:06 Nachmittag
Bei dem Auszug würde ich ungekürzte 32" Schäfte nehmen.
Wenn mein Pfeil so aufliegen würde hätte ich bei jedem Schuss eine volle Buchse.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: carpe noctem am Mai 15, 2018, 06:17:30 Vormittag
Mindestens 1" länger. Ein leichtes Überziehen und du hast den Pfeil möglicherweise in der Hand.
Ich hatte das Problem auch von 30" auf 31" durch bessere Technik. Andere Möglichkeit du trainierst dir einen kürzeren Ankerpunkt an.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am Mai 15, 2018, 08:29:16 Vormittag
Bitte keinen kürzeren Ankerpunkt (wenn der Ankerpunkt passt - seiht man ja auf dem Foto nicht).

Aber auf jeden Fall einen mindestens 1" längeren Schaft nehmen.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Soulsurfer am Mai 15, 2018, 09:07:16 Vormittag
Danke, Rohschaft mit 30,5 Zoll ist schon unterwegs. Bin gespannt,ob mein altes Spitzengewicht von 70 +12+5  funzt, ansonsten hab ich noch 85er Spitze. Hinten hab ich von Busching auf Beiter large Nocke ohne alles gewechselt
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Hawkeye am Mai 15, 2018, 04:27:26 Nachmittag
Hallo zusammen,

mich würde bezüglich der Basispfeilempfehlung interessieren wie ihr es auf euer Mindestpfeilgewicht schafft.
In erster Linie bezüglich modernen glasbelegten Langbögen. Zum Beispiel bei einem Zuggewicht von 45# und 28 Zoll Auszug
bräuchte man ja mindestens 360 grain, wenn man jetzt von den üblichen 8 gpi ausgeht. Laut Empfehlung müsste hier ein 600 spine
sehr gut passen. Sehe ich es dann richtig, dass sich die Pfeilauswahl dadurch sehr stark beschränkt (mir fallen jetzt die Gold Tip Traditional
und die Carbon Express Heritage ein),  da die meisten 600 spine Schäfte zu leicht sind wie z.B. Gold Tip Warrior oder Aurel Agil Schäfte.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am Mai 15, 2018, 04:38:54 Nachmittag
Ich erreiche das Gewicht immer über Insert und Spitze.

100gn Messinginsert machen schon was aus ;)
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Grombard am Mai 15, 2018, 04:41:00 Nachmittag
Es gibt so viele leichte, schwere, mittelschwere etc.
Ich habe heute mit meinem 58" 33# gerohschaftet.
Um auf meine gewünschten 10gpp zu kommen (möchte mal ein gemütliches Setup schießen) bin ich auf ca. 3-4 passende Kombinationen gekommen.

Wenn das Gewicht nicht reicht kann man ja im Zweifelsfall den eine Spinegruppe hoch, den Schaft länger lassen und/oder eine schwerere Spitze nehmen.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Dirk11544 am Mai 22, 2018, 05:08:13 Nachmittag
Vielleicht ne blöde Frage aber kann man das auch andersrum angehen. Das Zuggewicht an den Pfeil anpassen?

Ein Carbone one mit 550er Spine wiegt bei voller länge und 70gn Spitze circa 300gn.
Wieviel Zuggewicht bräuchte man an einem Hoyt Satori mit Saiga Wurfarmen?

Oder ist der Gedankengang total blöde und man sollte besser den Pfeil ans Zuggewicht anpassen?
Ich denke mir halt nur so viel wie nötig...
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Mescalero am Mai 22, 2018, 05:55:15 Nachmittag
Als total blöd würde ich das nicht direkt bezeichnen. Aber das hat schon was von „das Pferd von hinten aufzäumen“. Ein Auto würde auch niemand nach den Reifen, die noch im Schuppen rumliegen, kaufen.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Dünül am Mai 22, 2018, 06:50:00 Nachmittag
Vielleicht ne blöde Frage aber kann man das auch andersrum angehen. Das Zuggewicht an den Pfeil anpassen?

Ein Carbone one mit 550er Spine wiegt bei voller länge und 70gn Spitze circa 300gn.
Wieviel Zuggewicht bräuchte man an einem Hoyt Satori mit Saiga Wurfarmen?

Oder ist der Gedankengang total blöde und man sollte besser den Pfeil ans Zuggewicht anpassen?
Ich denke mir halt nur so viel wie nötig...

der spine und das pfeilgewicht alleine ist nicht genug.
es kommt noch darauf an wie du schießt mit welcher sehne..dein ablaß und nur deiner zählt da.
gruß
dünül
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Dünül am August 10, 2018, 03:50:48 Nachmittag
:bang:
Na toll, Foto vergessen.
Aber jetzt
mit pfeilanlagen kann man noch weiter nach hinten dann brauhst den schaft nicht länger.
wenn du genau ausziehst brauchst du keine überlänge. ( meine meinung)
ich schieße meinen bogen auch so im auszug
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Horus am Januar 05, 2019, 09:04:06 Nachmittag
Hallo,
bei bogenundpfeil.de steht "Als Faustregel beträgt das Mindestgewicht 5 grains pro lbs Zuggewicht." soll man das denn so wörtlich verstehen? Dann müsste ja ein 40" Bogen generell ein 200gr Spritze und ein Compound mit 70" 300gr haben. Kommt mir sehr viel vor, passt das denn so halbwegs.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Landbub am Januar 05, 2019, 10:10:54 Nachmittag
Hallo,
bei bogenundpfeil.de steht "Als Faustregel beträgt das Mindestgewicht 5 grains pro lbs Zuggewicht." soll man das denn so wörtlich verstehen? Dann müsste ja ein 40" Bogen generell ein 200gr Spritze und ein Compound mit 70" 300gr haben. Kommt mir sehr viel vor, passt das denn so halbwegs.

Die Rechnung erschließt sich mir nicht. Ein 60# CP mit 5 gpp wären dann ein 300 gr Pfeil. Bei 60# bist in der 300er bis 350er Spine Klasse, d.h. Pfeile sind nicht superleicht, so dann man mit einer 100gn Spitze + 10gn Insert bereits locker auf ca 330gn kommt. Um die 5gpp wirklich zu erreichen braucht ein weig mühe.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Horus am Januar 05, 2019, 10:34:06 Nachmittag
Es geht da wenn ich das richtig verstanden habe wirklich nur um das Gewicht der Spitze.
https://www.bogenundpfeile.de/Pfeilkunde/Pfeilschaft/Pfeilphysik.php
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Landbub am Januar 05, 2019, 11:30:20 Nachmittag
Dem Bogen ists ziemlich egal, wo das Gewicht des Pfeils steckt. die 5gpp beziehen sich auf das Gesamtgewicht des Pfeils. Das Gewicht der Pfeilspitze ist "nur" ein Tuningparameter.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: roscho am Januar 05, 2019, 11:40:30 Nachmittag
Die Angaben über GPP Grain per Pound beziehen sich immer auf das GESAMTPFEILGEWICHT ;)
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Stringwistler am Januar 06, 2019, 09:00:44 Vormittag
. Da Geschwindigkeit nicht alles ist, bin ich noch am überlegen ob ich eine agressive Dacron - Sehne 10 - 12 Strang) oder ausgewogene FF+( XX Strang), von Guido, nachrüste, oder beides, aber erstmal muss die

Wie kommst darauf daß eine Dacron aggressiver ist? Eine richtige Dacron ist um einiges softer und fehlerverzeihender wie gleich dicke FF+ (außer vielleicht 14 Strang+), Wenn nur nicht die ewige Dehnung und nachstellen wäre... Wenn du allerdings eine Dacron aufgespannt lassen kannst hast auch die Nachstellerei um einiges weniger...  ;D
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Stringwistler am Januar 06, 2019, 09:11:09 Vormittag
Es geht da wenn ich das richtig verstanden habe wirklich nur um das Gewicht der Spitze.
https://www.bogenundpfeile.de/Pfeilkunde/Pfeilschaft/Pfeilphysik.php
Das was hier über das Spitzengewicht steht ist schon mal völliger Blödsinn.
Da steht 5gn Spitzengewicht pro Lbs. Zuggewicht des Bogens. Das wären ja bei 40lb. Zuggewicht 200gn Spitze... Das bringe ich ja mit meinen schweren Bullerjan (180gn vorne) nicht mal ganz zusammen.... Du kannst in der Regel davon ausgehen vorne 100gn+ Insert ist für einen Anfänger eine gute Basis... Alles darunter ist schwer beherrschbar und taugt nur für einen guten, erfahrenen Schützen der seine Pfeile auch als Rohschaft ausschießt.
Titel: Re: Basisempfehlung für Pfeile
Beitrag von: Stringwistler am Januar 06, 2019, 09:22:13 Vormittag
Vergiss mal die Seite ganz schnell, da ist zwar von der Pfeilbiegung des Schaftes die Rede, aber nirgends daß es von der Abrollbewegung der Sehne über die Fingerkuppen (dem Paradoxon) kommt, deshalb ist auch ein solcher Recurve- Hybrid oder Langbogen nur knapp bis zur Mitte geschnitten, damit das begünstigt wird und nicht nur von der Massenträgheit der Spitze... so was halbherziges den Leuten erzählen geht ja gar nicht..... Beim Compound wo du über Mitte den Pfeil schießt und dann mit Release (Ablassvorrichtung) hast das nämlich gar nicht.