Archers Campfire

Bogenschießen => Training => Thema gestartet von: sfs-archery am Dezember 09, 2019, 07:04:02 Vormittag

Titel: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Dezember 09, 2019, 07:04:02 Vormittag
Hallo,
hört sich irgendwie blöd an, aber wie kann man "Pausen" bzw. den Umgang damit trainieren?

Ich habe folgendes Problem das ich nicht in den Griff bekommen. Zuletzt bei der Kreismeisterschaft dieses Wochenende.
Man schießt sich ein und startet den Wettkampf. (Egal ob scheibe oder 3d Parcours. auf beidem mehrfach erlebt) Dann kommt irgendwo im Verlauf des Wettkampfs ein Pause (15 Min, ggf. länger. z.B. Verpflegungsstation bei der hälfte des Parcours oder bei Hallenwettkampf nach 1/2 der Pfeile,...)

Dann kommt man aus der Pause und trifft ...... nichts, bzw. deutlich schlechter als vorher.  :o

Ich verliere hier immer total meinen Rhytmus und brauche dann Ewigkeiten wieder auf "Normalform" zu kommen. Was mir regelmäßig das Ergebnis versaut.
Ein erneutes Einschießen nach der Pause gibt es ja nicht.

Geht es euch auch so? Wie geht ihr damit um? Wie bekomme ich das in Griff ?? :help:

zu mir:
Klasse: TRB / Blankbogen
Mediterraner Griff
KEIN "Systemschütze"  (Ziele zumindest nicht bewusst so. Halt einfach den Bogen in die Richtung und gut ist)

Gruß
Sören / sfs-archery
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Absinth am Dezember 09, 2019, 07:38:29 Vormittag
Kannst du sagen, was genau du machst in den Pausen inwelchen sich deine normal erforderliche Wettkampfspannung legt/neigt?

Kenne tue ich auch dieses Kopfproblem und es ist immerwieder eine schöne Herausforderung.

Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Dezember 09, 2019, 07:45:26 Vormittag
Kannst du sagen, was genau du machst in den Pausen inwelchen sich deine normal erforderliche Wettkampfspannung legt/neigt?

Reden, Wasser trinken, evt. mal was kleines Essen (Müsliriegel, etc.)
Kaffee trinken ab und an. Aber da weis ich das dies mich aus der Ruhe bringt und mache ich eigentlich nur bei "Nichtwettkämpfen" oder wenn ich vor Müdigkeit umfalle  :schuldig:.

Und ich habe auch das Gefühl das diese "Angst vor der Pause" inzwischen bei mir noch zusätzlich zu einem mentalen Problem geworden ist und das ursächliche Problem noch weiter verstärkt.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Absinth am Dezember 09, 2019, 08:37:33 Vormittag
Ich an deiner Stelle würde Folgendes tun/mal probieren... Ich mache mir bewusst, dass die Pause/-n bzw. Unterbrechungen wie auch das Warten, von vornherein, zum Wettkampf gehört/gehören, sie sind halt ein fester Bestandteil dessen - in den Pausen nehme ich mir die Zeit und lasse schwierige Bogenschüsse im Kopf Revue passieren, welche ich irgendwann "gemeistert" habe.

Mal etwas zum Auflaufen was ja auch eine Art von Pause ist... Ich war vor längerer Zeit auf einem Turnier und ab ca. der 10 Station waren wir stets aufgelaufen. Die Gespräche in unserer Gruppe waren dazu sehr entspannt, aber nur bis zu den nächsten ca. 4 Stationen, darüber hinaus nahm es dann seinen Lauf... Thema war dann nur noch diese Gruppe und selbst auf einem Wald- und Wiesenturnier kann es ganz schön anstrengend sein, sich gegen eine solche Stimmung zu wehren... Will nur sagen, es ist auch nicht verkehrt darauf zu achten, was ich in den Pausen etc. rede und weiter, es ist nie verkehrt, sich auch mal, wenn nötig, von seiner Gruppe etwas zu entfernen, auch in den Pausen.  ;)

Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: cweg am Dezember 09, 2019, 08:38:44 Vormittag
Und da haben wir schon das beliebte Bogenschützenproblem: Da du ja schon vor der Pause weißt, dass du hinterher schlecht schießt, erfüllst du es einfach, da dein Unterbewusstsein schon darauf programmiert ist.

Bau dir ein Ritual ein, "begrüße" die Pause als etwas Positives und damit du gut in die zweite Hälfte kommst, komm kurz zur Ruhe, atme 2-3x tief und entspannt und mache dann eine deiner Aufwärmübungen. somit hast du einen Break zur Pause und kannst wieder starten und gut schießen. Das du gut schießen kannst, hast du ja in der ersten Hälfte schon bewiesen.

Oder beschäftige diech mit "Achtsamkeit" und nimm eine kleine Übung mit

oder spann deinen Bogen vor der Pause ab, am Ende wieder auf und kontrolliere die Standhöhe, halt irgendein Ritual was dich von deiner Sorge um schlechtes Schießen abbringt.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Kedde am Dezember 09, 2019, 08:46:55 Vormittag
Ich denke es ist ein rein mentales "Problem".
In der Regel sind Pausen für Geist und Körper zum regenerieren da. Je länger ein Turnier dauert um so mehr wird der Körper und der Geist gefordert und braucht diese Pausen.
Ich z.B. gehe langsam von einem Ziel zum anderen wenn ich einen größeren Parcours besuche, so verschaffe ich mir künstliche Pausen. Wasser oder Energie-Drink zwischendurch sowie auch Müsli-Riegel in den Pausen ist ein muss.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Hulk am Dezember 09, 2019, 08:54:17 Vormittag
Hallo Sören,
das Problem betrifft viele Sportarten,
da der Wechsel zwischen Spannung und Entspannung fast überall auftritt.
Denk mal an Zehnkämpfer.

Auch bei einem normalen Parcoursbesuch hast du ja Pausen zwischen den Zielen,
die dir aber nichts ausmachen.

Damit will ich dir aufzeigen, dass es trainierbar ist, wie Alles.
Mentales Training, wie oben schon angedeutet, kann helfen.
Oder du bringst dich öfter in die Situation und lernst daraus.

Auf den Punkt, oder nach Unterbrechungen wieder Leistung abzurufen gehört mit zum Schwersten im Sport. Da der Körper und der Geist sich nach einer Phase der Hochspannung nach der Entlastung sehnen.

Vielleicht hilft es dir, die Spannung nicht so hochkommen zu lassen.
Heißt, das Turnier vom Beginn entspannter anzugehen. Da bin ich aber komplett im Kaffeesatz.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: 66er am Dezember 09, 2019, 09:07:11 Vormittag
Alles gesagt, nur noch nicht von Jedem:

3 wichtige Punkte fallen mir dazu ein.

- Während eines Wettkampfes permanent, aber wenig kohlehydratreiche Kost zu sich nehmen, d. h. größere Mengen vermeiden.

- Pausen akzeptieren und nicht damit hadern. Wenn man sich selbst sagt: "Ich schieße nach jeder Pause schlechter," dann wird das auch so kommen.

- "Kaltstarts" trainieren. Regelmäßig nach dem Aufwärmen - aber ohne Einschießen! - einen Trainingswettkampf schießen und auch zählen.

Diese Punkte gehören mit zur "Challenge" und trennen (u. A.) den guten vom nicht so guten  ;) Turnierschützen.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Dezember 09, 2019, 10:26:56 Vormittag
Herzlichen Dank an euch alle für die Tipps.

 :youRock:

Werde dann mal dran arbeiten.

Gruß
Sören
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: BärTiger am Dezember 09, 2019, 11:43:01 Vormittag
Einschießen wird über bewertet (meine Meinung)
Danach kommt meistens ne Ansprache (nicht in Halle),
danach wird man zum Pflock geführt und der 1.Schuss fällt meistens etwa ne halbe Stunde nach dem Einschießen.
Also bist Du wieder kalt genau wie nach der Pause.
Aufwärmen ist hier wohl das was man sich angewöhnen sollte
Direkt vor dem Start als auch nach der Pause, evtl auch mal nach zu langer Standzeit durch Verzögerungen (Auflaufen)
Ein Gummiband hilft da schon sehr. 5-10 x in Auszug gehen, auf Anker achten, halten ;o) aber nicht lösen!  8)
Du startest somit immer gleich und neu, auch nach kleinen Pausen.
Leider schaffe ich das selber auch nicht immer so  ::)
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: HarryS am Dezember 09, 2019, 05:09:25 Nachmittag
Hallo
Ergänzend zu den Ausführungen von BärTiger kann ich noch empfehlen, sich kurz bevor es losgeht noch mal eine komplette Passe zu visualisieren. Also den gesamten Schussablauf im Kopf durchgehen, beginnend mit dem Hingehen zur Schießlinie/Pflock. Damit ist die erste Passe nach der Pause nicht mehr die erste, sondern bereits die zweite und man hatte ja eine Passe Zeit sich einzuschießen (Im Kopf, aber das reicht in der Regel).
Sinn und Zweck des Einschießens ist (zumindest bei uns System und Visierschützen) das Visier noch mal nachzustellen, bzw. die Abgriffe zu kontrollieren. Die sollten sich nach der Pause nicht verändert haben. Der Rest ist Aufwärmen und Kopfsache. Ich verstehe daher auch die Schützen nicht, die beim Einschießen bereits einen halben Wettkampf absolvieren. Wenn meine Passe einigermaßen stimmt, dann wars das bei mir mit Einschießen.  Es kann dann nur schlechter werden :) Meine Kraft brauche ich dann für den Wettkampf.



Gruß Harald
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Cayuga am Dezember 09, 2019, 06:12:27 Nachmittag
Ich fasse mal zusammen und ergänze noch um ein paar neue Punkte. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, woran es liegen kann, dass Du nach der Pause schlechter schießt als vorher:

1. Mentales Problem
Hier können einige Dinge helfen, die auch schon angesprochen wurden und die ich der Übersichtlichkeit nochmals wiederholen möchte
- Die Pause als positive Sache (Erholung) ansehen (lässt sich programmieren)
- Positive Schusserlebnisse Revue passieren lassen
- Den Schussablauf im Kopf durchgehen (also mental gar keine Pause machen) und von mir noch ein Tipp:
- Die Pause nutzen und damit mental gar keine Pause machen sondern mental Roven. Die Methode stammt nicht von mir sondern von Jay Kidwell (aus dem Buch Einblicke ins instinktive Bogenschießen). Also die Pause nutzen, etwas anvisieren und im Kopf (nur im Kopf, keine Auszugspose, sonst ziehst Du die Blicke auf Dich) einen Schuss darauf ausführen. Ist sozusagen die Fortsetzung von dem zuvor genannten Punkt "Schussablauf im Kopf durchgehen". Ist aber noch wirkungsvoller. Es gibt Studien mit Vergleichsgruppen (allerdings aus dem Basketball), nachdem sich die Trefferquote bei der Gruppe signifikant verbessert hat, die neben dem normalen Training die Würfe auch im Kopf durchgegangen ist. Hier könnte es helfen, dass Du Dein Pausensyndrom überwindest.

2. Physisches Problem
- Magen voll und schon funzt es nicht mehr richtig; dann halt nur eine Kleinigkeit oder nichts zu Dir nehmen. Keiner zwingt uns, in den Pausen zu futtern, auch wenn ich persönlich dem Turnierausrichter gerne damit die Kassen fülle. Aber mittlerweile hinterher und weniger dazwischen.
- Dein Körper fährt in der Pause runter und die Muskulatur wird kalt? Dann am Besten nicht setzen, sondern stehen bleiben. Als kleine Übungen vor dem nächsten Schießen empfehle ich die Teetassenübung zur Mobilisierung der Schultern und der Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur mache ich zusätzlich vor dem ersten Schuss nach der Pause auch wieder warm. Entweder mit Armkreisen vor und zurück oder noch effektiver: Arme zur Seite ausstrecken (90 Grad zum Körper), den Unterarm 90 Grad nach oben und dann die Hände mit dem Handrücken vor dem Gesicht zusammenführen und anschließend nach hinten öffnen und die Handinnenflächen nach vorne zeigen lassen. Beim Zurückgehen auch wirklich kräftig die Rückenmuskulatur zusammenziehen und darauf achten, dass der Oberarm im 90 Grad Winkel zum Körper bleibt. Damit werden die Muskeln warm und Du programmierst Dich schon für die Rückenspannung bei den nächsten Schüssen.

Und ganz wichtig: immer locker bleiben, auch im Kopf. Die Pause tut mir gut, die Pause tut mir gut, die Pause tut mir gut.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Mescalero am Dezember 09, 2019, 07:29:01 Nachmittag
Ein sehr weit verbreitetes Problem, ich kenne es auch von mir. Man kommt aus dem Rhythmus, die Bauchspeicheldrüse tanzt Rumba dazu und, wie cweg schrieb, eigentlich wusste man das schon vorher. Weil es immer so ist.

Die wichtigsten Tipps kamen schon. Mir hilft konsequentes Nicht-Essen, wenn ich mir viele Kohlenhydrate (Kuchen!) reinschiebe, kann ich eigentlich auch direkt nach Hause fahren. Lieber viele kleine Portiönchen, schlemmen kann ich auch nach dem Turnier noch genug.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: roscho am Dezember 09, 2019, 08:26:35 Nachmittag
@Cayuga: Teetassenübung ?

Optimal zum Aufwärmen / Lockern vor und zwischen den Schüssen !
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: mK am Dezember 10, 2019, 08:05:28 Vormittag
Teetassenübung. Wollte ich auch gerade schreiben. Sieht vielleicht ein wenig doof aus. Aber who cares! ;)

Wenn meine Passe einigermaßen stimmt, dann wars das bei mir mit Einschießen.  Es kann dann nur schlechter werden :) Meine Kraft brauche ich dann für den Wettkampf.

Wie sagte mal jemand auf einem meiner ersten Turniere zu mir. "Ich hau doch nicht meine besten Schüsse direkt beim Einschießen raus!"  ;D
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: HarryS am Dezember 10, 2019, 09:19:33 Vormittag
Teetassenübung. Wollte ich auch gerade schreiben. Sieht vielleicht ein wenig doof aus. Aber who cares! ;)

Würde mich jemand aufklären?  :bahnhof:

Gruß Harald
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: roscho am Dezember 10, 2019, 09:26:11 Vormittag
@HarryS: gerne ;)

https://www.youtube.com/watch?v=z0m1GRGBHrY

davon gibts x Variationen - alle sehr hilfreich für die Schulter und Rumpfmuskulatur !
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Cayuga am Dezember 10, 2019, 08:51:06 Nachmittag
@Cayuga: Teetassenübung ?

Optimal zum Aufwärmen / Lockern vor und zwischen den Schüssen !


Ich verstehe das Fragezeichen nicht, roscho.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: roscho am Dezember 10, 2019, 09:23:06 Nachmittag
@Cayuga: ich wusste nicht das diese Übung  weiter bekannt ist ;)
Die kennen (fürchten) sonst nur die Teilnehmer meines Seminars in Buch und des Kurses mit Max in Bindlach ;)

Mein Fragezeichen hätte noch mit einem ;) verziert werden MÜSSEN ..
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Absinth am Dezember 10, 2019, 09:34:11 Nachmittag
@roscho: Hast du denn die Teetassenübung auch schon mal mit einer bzw. zwei Teetassen gemacht, oder stets nur als Trockenübung und ohne Teetassen?


Nachtrag: Es soll um Längen schwieriger bzw. noch fordernder sein, wenn mit Teetassen.


Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: roscho am Dezember 10, 2019, 10:01:58 Nachmittag
@Absinth: nur mit Plastiktassen im Sommer, das kann sehr erfrischend sein  :unschuldig:
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: nsb am Dezember 10, 2019, 11:31:38 Nachmittag
Die Übung habe ich in unserer Ü60-Männersportgruppe eingeführt.
Wir machen das dann mit einem Ball.
Für die Beweglichkeit der Schultern ist die Übung einfach TOP  :yes:
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Cayuga am Dezember 11, 2019, 06:43:55 Vormittag
Top. Mit etwas auf der Handfläche wird die Übung sauberer ausgeführt als ohne.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Absinth am Dezember 11, 2019, 07:22:38 Vormittag
Passend zur Adventszeit habe ich vorhin an Stelle von Teetassen; Marzipankugeln benutzt und selbige anschließend ihrer eigentlichen Verwendung zugeführt. Funktioniert auch damit, fördert neben der Beweglichkeit auch einen Teil der Achtsamkeit und noch mehr.

Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: roscho am Dezember 11, 2019, 08:43:56 Vormittag
Um nochmal auf die Teetassenübung zurück zu kommen (bin grad am Überlegen den Thread zu teilen und das in Training zu verschieben)

@cayuga: das mit dem "etwas in der Hand halten" stimmt, ich nutze dazu gerade kleine Frisbeescheiben aus Silikon, die haben etwas Gewicht und wenn die mal fallen geht nix kaputt ;)

Und wenn man die wie vorgesehen verwendet machen die auch noch richtig Spass ;)

https://www.zipchipsports.com/#intro
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Woodinski am Dezember 11, 2019, 09:30:58 Vormittag
Um nochmal auf die Teetassenübung zurück zu kommen (bin grad am Überlegen den Thread zu teilen und das in Training zu verschieben)

@cayuga: das mit dem "etwas in der Hand halten" stimmt, ich nutze dazu gerade kleine Frisbeescheiben aus Silikon, die haben etwas Gewicht und wenn die mal fallen geht nix kaputt ;)

Und wenn man die wie vorgesehen verwendet machen die auch noch richtig Spass ;)

https://www.zipchipsports.com/#intro

OT: @ Ronny Hast du die Frisbees da bestellt? Wie war denn die Lieferzeit und Kosten? Ich war vor zwei Wochen kurz davor, die zu bestellen für meinen Sohnemann. Für Hunde sind sie ja leider etwas klein...
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: Sonuka am Dezember 11, 2019, 01:22:41 Nachmittag
... Ich nenne das mein "Kohlehydratloch" ich darf bei Pausen nur dann essen, wenn ich merke ich BRAUCH das jetzt UNBEDINGT... ansonsten: Wasser/Kaffe (ungesüsst) usw. MAXIMAL ein Müsliriegel. Aber mittlerweile gehen Pausen auch, ich muss mich nur in "action" halten. Aufwärmen danach ist obligat.
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Januar 14, 2020, 09:22:47 Vormittag
Praxistest erster Teil.
Ich war dieses Wochenende auf der Regionalmeisterschaft Süd Halle des DFBV. Da konnte ich gleich mal die Tipps und Tricks in der Praxis anwenden,
Bericht dazu hier:
http://sfs-archery.de/?p=1178

Genug Trainingsmöglichkeiten für die Pause gab es ja.
Zum einen die große Pause und zum einen zwei Unterbrechungen währned der ersten 6 Passen bie denen an Zielscheiben gebastelt wurde. Eine Unterbrechung dauert dabei etwas länger.

Was habe ich umgestellt:
Große Pause: Nur Wasser (und kein Brot) :-) In Gedanken die ersten 30 Pfeile und den Schussablauf noch mal durchgegangen. nur etwas leichten Smalltalk bzw. etwas auf dem Smartphone gedaddelt.
Ungeplante Unterbrechungen: Schussablauf im Kopf durchgegangen. Versucht Fokus zu halten. Wenn dann nur kurze Sätze mit den ebenfalls wartenden Nachbarn

Resultat:
Der Effekt des "aus dem Rhythmus kommen" war nicht ganz weg, aber schon deutlich reduziert. Trefferbild war nach der Pause schnell wieder da wo es vorher war.
War jetzt eine einmalige Sache und daraus schon was "dauerhaftes" ableiten wäre vermessen. Aber sollte sich das so bestätigen wäre das schon mal ein deutlicher Fortschritt. Ich werde auf jeden Fall mal dieses geänderte "Pausenverhalten" beibehalten und schauen wie sich das auf den nächsten Turnieren bewährt.

Dank noch mal an alle für die vielen Tipps !  :thankyou:

lg sören / sfs-archery
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Januar 14, 2020, 09:34:11 Vormittag
Hier mal noch was für mich interessantes: Ich habe mein Herzfrequenztracker die ganze Zeit mitlaufen gehabt. Auch über die Pause hinweg.

Bei der Halle ist es ja ganz gut da die Körperliche Belastung des Parcorus wegfällt (die ja sehr individuell je nach Parcours ist) und es bleibt praktisch nur die Belastung des Bogensports.

ich habe im Zeitverlauf mal die Pausenzeit mit einem gelben Balken im Diagramm markiert. Was man schön sieht ist wie alleine schon die Anspannung des Turniers einen Unterschied macht in der "Basis-Herzfrequenz. Sobald die Pause losgeht fällt die durchschnittliche HF, bei Wertungspassen steigt sie deutlich an.  :wtf:
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: BärTiger am Januar 14, 2020, 04:11:28 Nachmittag
na dann mal Glückwunsch zur guten Leistung und tollen Platzierung.
Locker bleiben bei der DM, das ist nochmal etwas mehr Aufregung und höherer Blutdruck. ;)
Schön geschrieben dein Artikel :yes:
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Januar 15, 2020, 08:36:12 Vormittag
Schön geschrieben dein Artikel :yes:

 :thankyou:

Je regelmäßiger man Blogartikel schriebt desto leichter fällt es einem irgendwie. und natürlich freut es mich wenn man mitbekommt das auch andere das lesen und Rückmeldung dazu geben. Hebt die Motivation das weiter zu machen.

Gruß
Sören / sfs-archery
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: puschel am Januar 15, 2020, 10:44:45 Vormittag
Hi,

ich finde, das ist ein cooles Thema. Ich habe das gleiche Problem - insbesondere bei Hallenturnieren nach der größeren Pflichtpause in der Mitte, die dann ohne weiteres Einschießen in die 2. Hälfte Wertungspfeile geht.
Viele der Punkte hier finde ich gut und wichtig. Ich habe für mich noch "das Sitzen" auf der Liste.
Essen, trinken, warm bleiben, kann man gut selbst kontrollieren. Aber für den "Focus" fehlt mir noch einiges.
Ich habe für mich angefangen im Training Pausen einzubauen - 2 Passen schießen - 15min Pause - das frisst Zeit, aber es ist hilfreich
Genauso wichtig wie "absetzen üben", wenn mal jemand neben dir an der Linie "randaliert" oder hinter dir jemand einen Witz erzählt - oder wenn aus dem Lautsprecher Helene Fischer tönt, während du im Vollauszug bist ;)

Grüße,
Jochen
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Januar 15, 2020, 11:42:04 Vormittag
Genauso wichtig wie "absetzen üben", wenn mal jemand neben dir an der Linie "randaliert" oder hinter dir jemand einen Witz erzählt - oder wenn aus dem Lautsprecher Helene Fischer tönt, während du im Vollauszug bist ;)

Absetzen? Was ist das? Die Pfeile müssen raus ! Die sind zum Fliegen geboren worden  :bow:

meine größte Schwäche. Habe ich auf der Regio Halle und auch immer wieder im Training bemerkt. Bin im Vollauszug, dann gehe ich aus der Spannung raus und der Pfeil wandert ein Stück vor.
DANN sollte ich eigentlich absetzen und neu aufbauen. Und was mach ich Intelligenzbolzen?? Baue die Spannung wieder auf bis ich meine wieder im Vollauszug zu sein und lasse dann los. Resultat zu fast 100%: sch... Wertung.

Randalieren, Witze erzählen oder Helene Fischer macht mir nichts aus. Selbst Heino geht  :Achtung:.
Hab 15 Jahre Steel Darts in der Liga gespielt. Ich kenne jede Kneipe und deren Lautpegel im Umkreis von 100km  ;). Neben mir kann ein Kindergeburtstag oder Junggesellenabschied stattfinden und ich behalt die Konzentration beim werfen/schießen.
Das einzige wo ich mal ein Satz zur Seite gemacht hatte war als hinter mir der Compoundkollege sein Bogen zerlegt hat weil sein Pfeil beim Ablass gebrochen ist. Das hat dann doch ein Schlag gelassen  der mich etwas aus dem Konzept gebracht hat :???:

Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: sfs-archery am Januar 15, 2020, 11:48:35 Vormittag
Das einzige wo ich mal ein Satz zur Seite gemacht hatte war als hinter mir der Compoundkollege sein Bogen zerlegt hat ...
Muss aber fairerweise Ergänzen das sein neuer Bogen jetzt wesentlich schöner aussieht als der alte   :sabber:
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: puschel am Januar 15, 2020, 01:36:20 Nachmittag
Hi,

ich hänge mal ein Bild von den aktuellen Tests zum schießen mit Pause an.
Ich schieße mich 2 Passen ein, dann starte ich die Wertungspassen. Darin baue ich 15 min Pausen ein, was den Pausen im Turnier recht nahe kommt (Vorb, 4min Schießzeit, Wechselzeit, 4 min Schießzeit, Wertung, dann Wechsel der Reihenfolge)
Und irgendwie sehe ich sehr deutlich, dass mir die Pausen zu schaffen machen. Und da ist jetzt noch nicht die große Pause drin...

Grüße,
Jochen
Titel: Re: "Pause" trainieren / Umgang mit längeren Unterbrechungen
Beitrag von: pfeilimfuss am April 01, 2020, 06:04:28 Nachmittag

die Pausen sollte man zur Ruhe nutzen, beispielsweise auch mit Beinen hoch,

oder zur Ablenkung wie Gespräche o.ä.

oder zur aktiven Ruhe, wie Entspannungsübungen, findet sich auch hier http://www.educatium.de/bogenschiessen-mental/   . Es ist nur die Frage, was dir zusagt, da wir bekanntlich sehr unterschiedlich sind, zurzeit Corona pos o neg :) . Einige schlagen sch den Bauch voll und schießen fröhlich weiter - könnt ich nicht :)