Archers Campfire

Bogenschießen => Training => Thema gestartet von: Steff am August 26, 2018, 01:36:55 Nachmittag

Titel: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Steff am August 26, 2018, 01:36:55 Nachmittag
Es wird oft davor gewarnt, wenn man gut schiessen will, dann soll man bei einem Bogen und Setup bleiben. Dem ist sicher nichts hinzuzufügen.

Aber wie schlimm ist das eurer Erfahrung nach wirklich?
Wie lange braucht ihr, um euch an einen neuen Bogen zu gewöhnen?
Stunden, Tage, Wochen, oder Monate?

Bleiben wir erstmal innerhalb einer Klasse und Zuggewicht.

Dann mit verschiedenen Variablen.

Und verschiedenen Klassen.

Der Schütze, der mir vorschwebt besitzt viele Bögen und schießt mehrmals die Woche.
Das soll die Anderen aber nicht davon abhalten ihre Erfahrungen zu schreiben.

Bei einem WE - Schützen treten die Probleme bei der Umstellung sicher deutlicher hervor.

Vielleicht sagt jeder zu Anfang kurz was zu seinem Schießpensum.

Die Frage treibt mich schon eine Weile um, und ich habe dazu auch eine These.

Eine 1+ gibt es für einen Feldversuch  ;)

Danke und viel Spaß
Steff


Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Grombard am August 26, 2018, 01:54:23 Nachmittag
Für mich stellt sich da erstmal die Frage:
Parcour, Roving, Scheibe?

Auf kurze Entfernungen gelingt es mir ganz gut, mit verschiedensten Bögen mit verschiedenen Auszugs/Bogenlängen und Zuggewichten im Rahmen meiner Fähigkeiten zu treffen.
Also auf 10m macht bei mir der Bogen und wo/ob ich ankere fast keinen Unterschied.

Auf eine fixe Distanz (z.B. Scheibe 18m) brauche ich ein paar Schüsse zum Einstellen und kann dann auch relativ konstant treffen.

Im Parcour verauche ich jetzt ausschließlich mit meinem 58"/39# zu schießen.
Wenn ich da zwischendrin was anderes schieße wird es totaler Murks.
Und an diesem System arbeite ich nun schon eine ganze Weile. Bin aber noch nicht angekommen, was weite Ziele angeht.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Mescalero am August 26, 2018, 02:12:30 Nachmittag
Ein paar Pfeile zum Einschießen reichen mir. Ich schieße so ungefähr jeden zweiten Tag und wechsele verschiedene Langbögen und Recurves durch, zwischendurch nehme ich auch immer wieder mal einen Reiterbogen in die Hand.

ich habe auch schon einige Zeit nur denselben Bogen geschossen aber wahrscheinlich war das zu kurz, um eine Verbesserung zu bemerken.

Achso, fast ausschließlich Parcours.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Ari am August 26, 2018, 05:12:28 Nachmittag
Puh ziemlich komplex das Thema!

Mein Plan in diese Richtung schaut derzeit so aus:
Das Bärchen (45#) als Spaßbogen für relativ kurze Entfernungen, sei es auf dem
Übungsplatz oder speziell daheim als Indoor-Trainigsbogen unabhänig vom Wetter.

Mohwak-RC (52#) das Arbeitstier für´s Grobe spez. Roving

TFK Hellfire RC (55#) für die ganzen Parcoursgeschichten, da mag ich die relativ
flache Flugbahn auch auf größere Entfernungen

Ach ja: TFK Starefire LB (47#) hmm..., hängt derzeit nur so rum.
Da werd´ ich mich mal irgendwann um richtig gute Holzschäfte kümmern müssen und dann
mal schauen wo er zum Einsatz kommt!

Das Set-Up bei Mohwak und Hellfire ist identisch und funktioniert besten!

Umstellungsprobleme dürften wohl vom unterschiedlichen Centercut kommen und
sind nach ein paar Passen angepasst!
Was ich NICHT mache ist, an einem Schießtag ständig zwischen den Bögen zu wechseln!

An den kurzen Bear hab´ ich mich inzwischen auch gewöhnt und ich bin sehr zufrieden mit
den Ergbenissen.

Die bisher längste Zeit zur Umstellung hab´ ich wohl von RC (egal welcher) auf LB!
Da geht schon mal ´n Nachmittag drauf!

Trainigs-/Schießhäufigkeit bei mir: total unterschiedlich!
Da kann täglich sein oder auch nur am WE oder machmal auch (wenn´s dumm läuft)
2-3 Wochen Pause!
Aber, auch bei längeren Pausen: der Einstieg geht relativ fix und das Ergebnis passt dann auch wieder!
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am August 26, 2018, 07:31:39 Nachmittag
Mir geht's wie Grombard. Auf kurze Distanz kann ich alles in die Hand nehmen, sogar RH oder LH. Da probiere ich auch gern alles mögliche im Rahmen meines langsam wachsenden Sortiments aus. ILF macht's möglich. Die meisten Kombis bringen zwar neue Erkenntnisse, können aber das aktuelle Optimum nicht toppen (oft ist's Schrott), also lass ich wieder die Finger davon. Mit RH schieße ich eigentlich nur zum körperlichen Ausgleich, treffe aber inzwischen genauso gut.

Auf lange Distanz geht das mit dem wilden Wechsel nicht mehr so schnell. Da ist mehr Konzentration gefordert und das Fein-Tuning im Gehirn braucht mehr Konstanz und Wiederholung. Da schieße ich mindestens einen Tag lang nur einen Bogen.

Regelmäßig schieße ich nur zwei Bögen: Einen 64" Recurve und für Distanzen ab 40m arbeite ich mich gerade in einen 70" Blankbogen ein. Alles weitere ist nur Spaß zwischendurch.

Den Punkt wo ich regelmäßig, also über Wochen und Monate, mit dem selben Bogen trainiere, um mit ihm "Eins" zu werden, habe ich noch nicht erreicht. Dazu bin ich noch zu sehr damit beschäftigt herauszufinden, welcher mir am besten liegt. Ich warte also auf den Moment, wo die Lust den Bogen zu wechseln nicht mehr kommt und durch das Bedürfnis mit dem "Einen" weiterzumachen größer ist - utopisch?

P.S: ca. 3-4x die Woche
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Steve.bsfd am August 26, 2018, 07:46:52 Nachmittag
ich schiesse ca. 4x in der Woche Scheiben (50,40, 30 und 20 Meter) und 3D gleichermassen, dass trainiert sehr gut. Im ersten Jahr habe ich viel das Material gewechselt und sehr viele verschiedene Pfeil-Setups durchprobiert. Da gab es schon einige Rückschläge bzw. war dadurch die konstante Entwicklung blockiert. Seit einem halben Jahr verwende ich nur noch den Jagd TD 45# und auch immer die gleichen Pfeile. Das hat sich auf meine Entwicklung sehr positiv ausgewirkt. Gelegentlich nehme ich den 5# schwächeren und 4" kürzeren einteiligen Jagdrecurce mit zum Trainingsparcours, habe da aber Dank dem sehr ähnlichem Setup keine Umstellungsprobleme.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: BorDry am August 26, 2018, 08:10:40 Nachmittag
Wenn der ganze Ablauf bei einem Schuss "passt", wenn du ein traumwandlerische Sicherheit bei dem Schuss fühlst, dann triffst du und dann bist du mit deinem Bogen eine Einheit. Dazu bedarf es intensivem Trainings und vor allem Kontinuität. Schiessen kann ich jeden Bogen, jeden Tag. Das Geheimnis ist das Treffen. Die Jungs (und Mädchen), die vorne mitschiessen, wechseln die Bögen nicht wie das Hemd.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: carpe noctem am August 26, 2018, 11:34:01 Nachmittag
Aktuell sind es nur noch
Mohawk Hybrid 63" (eigentlich 62" sind aber Beta-Wurfarme aus der Vorserie) 45# 3Under
Mohawk Recurve 62" 35# 3Under
Malota Recurve von Fotax 43# 3Under
HJM Langbogen 68" 37# mediteran
HJM Reiterrecurve 54" 42# 3under
Falco Langbogen 70" 45# mediteran
ELB 72" 50# mediteran


Alle auf 31" Auszug


Dauert so 10-20 Schuss dann bin ich wieder in dem Bogen drin. Zumindest so bis ca. 40m darüber braucht es etwas länger.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Sabiji am August 27, 2018, 08:03:55 Vormittag
Einen besch***enen Bogen. Meinen HoytHPX/Uukha vx+ BHR, 52 lbs. Ende, aus.

Ja, ich habe noch eine BW PL, die ich wirklich liebe und am WE habe ich mit einem 58" Onepiece rumgespielt, der mit seinen 65# mir einen Heiden Spaß gemacht, so dass ich überlege, ihn meinem Kollegen abzuluchsen. Aber neben meinem BHR würden sie in jedem Fall sträflichst vernachlässigt bleiben. Für ernsthaftes Training und für Turniere nur oben genannten.

Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Mescalero am August 27, 2018, 08:26:52 Vormittag
Ehrlich gesagt bewundere ich Leute, die nur einen Bogen haben und damit glücklich sind. Das war auch in meinem früheren Leben als Gitarrist so, ich brauchte immer mehrere Instrumente weil ich -zig verschiedene Stile spielen wollte, dementsprechend stümperhaft bin ich mit der Klampfe umgegangen.

Manche Vereinskollegen haben sich nach dem Miet- oder Erstbogen einen mittelmäßigen Schießer gekauft und schießen das Ding seit zehn Jahren mit denselben Pfeilen. Die sind wirklich “eins” mit dem Bogen. Ich könnte das nicht...
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aquadrat am August 27, 2018, 08:55:42 Vormittag
Richtig ernsthaft (  :) blöd ausgedrückt, ist ja doch nur zum Spaß) nur den Satori / Xcurve.
Aber auf Übungs- und Einschießplatz schieß' ich alles was ich in die Finger bekomme, von 20 bis 55#, Lang- Reiter- Recurve und Compound, und manchmal sogar mit der falschen Hand. Aber eigentlich nie mehr wie 3 Passen, ab der 2. klappt es dann auch meistens halbwegs mit dem Treffen bei konstanter Entfernung <= 20m. Dabei geht es mir aber nur darum mal zu checken wie sich der jeweilige Bogen anfühlt, um mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.
Aber Parcours und "richtiges" Training immer mit dem gleichen Bogen.

Gruß, Andi
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Sabiji am August 27, 2018, 09:05:50 Vormittag
Neee Mescalero, ich bewundere Leute wie dich! Ich liebe schöne Bögen. Wenn ich über eine Messe laufe, würde ich ständig dahinschmelzen. Aber ich bin dermaßen mit meiner Krücke eingefahren, dass ich an meinen eigenen Ansprüchen scheitern würde. Ansonsten wie Aquadrat. Klar probiere ich gerne mal was anderes, aber "aus Spaß im Ernst" nur diesen einen.

Noch heftiger ist mein bester Vereinskumpel, ein verdammt guter 3D Schütze. Der schießt irgend so ein schlagmichtot Holz-ILF Mittelteil mit irgendwelchen schlagmichtot 0815 Wurfarmen. Der hatte sich mal exakt das selbe Mittelteil nur eben schwarz durchgefärbt geholt, weil die WA auch schwarz war waren - der Optik wegen. Nach 2 x schießen mit einer Handvoll Pfeilen hat er das Teil wieder weitergedreht. Ich vollkommen unverständlich: wieso, das war dich vollkommen identisch, nur eben schwarz??? "Neee, irgendwie war das anders, mimimi..." ;) Ich unke ihn manchmal an, dass wenn sein Teil mal kaputt gehen sollte, dann wars das wohl mit dem Bogenschießen bei ihm.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: roscho am August 27, 2018, 09:17:40 Vormittag
Eins mit dem Bogen - das klingt etwas nach ZEN und fernöstlichen Gedanken ;)

@Steff: ich denke die Frage sollte lauten: nach welcher Zeit trefft Ihr mit einen neuen Bogen zuverlässig ?

Zu mir: ich übe 4 bis 5 mal die Woche -  mindestens 2 mal Blank Bale rein auf Technik (ich find das auch meditativ), je nach Wetter 2 mal in meinem Mini Parcour und ab und an Roving und Parcour

Um mich auf einen neuen Bogen ein zu stellen brauche ich ca 3 Wochen - 1 Woche fürs Grundsetup (Standhöhe, Nockpunkt, Pfeilmaterial, RST,  etc) und dann 2 Wochen "Eingewöhnung" wenn (jetzt kommt das große WENN)  der Bogen und ich zusammen passen.

Hier spielt für mich der Griff  und das Auszugsverhalten eine RIESENROLLE.

Wenn der Griff gar nicht passt geht da gar nichts ... werd ich nich Wochen nicht wirklich froh mit dem Bogen, wobei ich Griffprobleme eigentlich nur bei für mich falsch ungünstig geformten Pistolengriffen habe.

Bei einem "klassischen" Griff am Reiterbogen oder Hill Bogen hab ich das Problem nicht, da muss ich nur die passende Handposition finden.

Aber da sind wir wieder beim Thema "runde" vs "kantige" Pisteolengriffe, das hatten wir beide ja erst vor kurzen ;)

Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aquadrat am August 27, 2018, 09:24:58 Vormittag
@Sabiji: +1, geht mir genau so, und auch deinen Kollegen kann ich total nachvollziehen. Ich bin froh dass ich die ganzen schönen Spielsachen toll finden kann, sie aber nicht besitzen muss. Mal ausprobieren reicht meistens. Vor dem Satori habe ich das Excell MT geschossen, und weil ich dem als Jugendmittelteil mit 40# keine unbegrenzte Lebensdauer zugetraut habe, habe ich auch zwei davon.

Noch mal zur Eingangsfrage: der Wechsel von Excell + HX10 zu Satori + VX1000 hat, obwohl beide Bögen sehr ähnlich sind, fast einen Monat gedauert bis ich wieder konstant gleiche oder bessere Ergebnisse geschossen habe.

Gruß, Andi
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Steff am August 27, 2018, 09:40:51 Vormittag
Danke roscho für die Rückführung zum Thema  ;)

Ja, es ist schon etwas Zen in der Ausdrucksweise, und nachdem wir es vom Schiessen haben,
schien es mir selbstverständlich das die Einheit gleichzusetzen ist, mit Treffen.
Auf dem Niveau des Einzelnen.

Wie lange braucht ihr, um mit eurem neuen Bogen so gut wie gehabt zu Treffen?

Roschos Einwand ist hier gold, wenn er zu euch passt.
Und er bestätigt meine These, das Vielschiesser, mit Erfahrung und Wissen, nicht wirklich lange brauchen um sich auf einen neuen Bogen, bzw. Setup einzustellen.

Wechseln sie zwischen diesen, ihren bekannten Bögen hin und her, dann kommt das Gefühl nach wenigen Schüssen wieder. Immer innerhalb der Wohlfühldistanzen.

Der andere Teil meiner Theorie beinhaltet das die Umstellung bei verschiedenen Zielen unterschiedlich lang dauert.

Scheibe, vorgegebene Weiten, schnell
Roving, kurze Distanzen, schnell bis mittel
Parcours, mittel bis lang.
Wer hier gut sein will, muß über lange Zeit Erfahrungen sammeln.
Hier sammelt das Gehirn über Jahre Erfahrungen über Licht, Schatten, Wind, Distanzen, auf und ab, usw.

Seht ihr das auch so? Oder habt ihr andere Erfahrungen?

Danke Steff

Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Kedde am August 27, 2018, 10:06:36 Vormittag
Bei mir war es so.
Der Bogen muss von Anfang an gut in der Hand liegen, die ersten Schüsse müssen mich zu 100% überzeugen.
Wie lange brauche ich bis mein Bogen mit mir eins ist? Das kann ganz schnell gehen oder auch schon einmal ein paar Wochen dauern. Ich muss auch erst den Bogen verstehen zu lernen und wenn ich das raus-habe, dann sind wir eins.
Bei meinem Slick Stick ging das innerhalb einer Woche und ich taufte ihn "meine Lady". Leicht, sauber im Abschuss, keinerlei Handschock und mit schönen Linien.

Beim Mingo dauerte es etwas länger, da musste ich erst verstehen das ich etwas "Dampf" aus ihm raus-nehmen musste. Er war mir doch zu nervös und nachdem eine andere Sehne drauf ist sind wir richtig gute Freunde geworden. Es macht einfach Spaß diesen "Winzling" mit der großen "Feuerkraft" zu schießen.

Der Reiterbogen Horsemann ist eine Nummer für sich. Sehr schnell, sehr stark und das Griffstück ist gewöhnungsbedürftig. Hier bin ich noch am "uns finden" obwohl ich ihn schon eine längere Zeit besitze. Das Trefferbild ist gut aber im Moment doch noch etwas anstrengend zu schießen. Nicht so entspannend wie die beiden anderen Bögen was doch eher am Griffstück liegt.
Ich schieße täglich nach Lust und Laune bei mir zu Hause.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: roscho am August 27, 2018, 10:08:03 Vormittag
@Steff: es kommt mMn auch immer etwas darauf an wie sehr sich die Setups "gleichen" im Sinne des Pfeilflugs und des "Zielsystems".

Benutze ich ein ausgeprägtes Zielsystem und schiesse mit dem neuen Setup die gleiche Flugbahn geht der Wechsel (wenn der Bogen passt) sehr schnell.

Ich habe das bei Stringwalkern schon in einer Stunde gesehen das die Treffer auf 18 m wieder im Gold landen.

Beim Wechsel von Bogentyp und auf ein ganz anderes Pfeilgewicht dauert das ganze natürlich (wesentlich) länger, gerade was das Schiessen im Gelände angeht.

Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: carpe noctem am August 27, 2018, 10:27:09 Vormittag
Bei einem ganz neuem Bogen das Setup auszuschießen dauert ähnlich wie bei roscho so 3-4 Wochen.
Nockpunk und Rohschaft nehmen nicht die meiste Zeit in Anspruch. Eher die einzelnen Distanzen in Gehirn zu bekommen.

Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: bear4ever am August 27, 2018, 11:11:23 Vormittag
ich werfe mal ein, es kommt vielleicht auf die Zieltechnik an,  wer rein intuitiv schießt ist vielleicht schneller drin als jemand der zielt (Gap)
Ich schoss bis jetzt jedes Jahr einen neuen Bogen bis ich den „richtigen“ gefunden habe!
Rein Statistisch bin ich aber nicht der Beste Parcoursschütze weil ich leider fast in jeder Runde in Tier hab das ich nicht treffen – (ich sag mal leichte Target Panik 😉) aber die Umstellung ist bei mir paar Schüsse kurz, paar Lang und bin drin!
Aber „be the Arrow“  Schuß dazu braucht es den richtigen Bogen!
Mit meinem jetzigen Bogen hab ich nach etwas über einen Monat mehr solche Schüße hinbekommen als mit allen zusammen davor!
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am August 27, 2018, 11:28:29 Vormittag
Es ist viel Kopf dabei. Ich war schon fast auf dem Weg mit meinem Bogen "eins" zu werden, dem aktuellen Endergebnis langer Probiererei, bis mir der Chrony gestern gezeigt hat, dass er im Vergleich zu einem anderen Bogen überhaupt nicht effizient arbeitet. Der fühlt sich nur saftig an, aber vorne kommt nicht das raus, was man fühlt.

Super Schussruhe, cooler Sound, tolles Auszugsgefühl, perfekter Sitz des Griffs, tolerant ggü. verschiedenen Pfeilen ... all diese wundervollen Dinge sind plötzlich getrübt, nur weil ich den Gedanken nicht loswerde, dass da irgendwo 10% unnötig Energie verloren gehen in irgendeinem Gerüttel oder was weiß ich. Plötzlich ist jeder Schuss eine Qual.

So schnell kann eine Romanze enden.

(Ich habe allerdings Hoffnung, dass ich das noch tunen kann)
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: roscho am August 27, 2018, 11:52:29 Vormittag
ich werfe mal ein, es kommt vielleicht auf die Zieltechnik an,  wer rein intuitiv schießt ist vielleicht schneller drin als jemand der zielt (Gap)

Dem möchte ich widersprechen !
Ein guter Stringwalker auf feste Distanz sich sich seinen Abstand und gut ist, die Gaps sind auch an einem Nachmittag ausgeschossen, werden dann eben erst mal aufgeschrieben und dann die nächsten Tage/Wochen auswendig gelernt.

Bis der Zielcomputer Gehirn auf eine andere Flugbahn umprogrammiert ist, das dauert !
Vor allem WENN DIE ALTE FLUGBAHN LANGE KONSTANT war.

Ein häufiger Wechsel des Setups führt meiner Meinung zwar dazu das man sich schneller umstellen kann, für hohe Präzision (oder das Einswerden mit dem Bogen) ist aus meiner Sicht ein längere Bogenkonstanz viel besser !

Never change a running system ;)

@aurelium: ich denke du machst die ZUVIEL Kopf, lieber langsam(er) ins Ziel als SCHNELL VORBEI ;)




Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am August 27, 2018, 11:59:08 Vormittag
Zitat
lieber langsam(er) ins Ziel als SCHNELL VORBEI

Klar, aber bring das mal einem Techniker-Kopf bei  ;D
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: roscho am August 27, 2018, 12:19:20 Nachmittag
@aurelium: Bogenschiessen soll den Kopf FREI machen  ;)  :upsidedown:
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Sir Robin am August 27, 2018, 02:10:50 Nachmittag
 @aurelium: ich kann dich gut verstehen, mich würde das genauso ärgern! Da ziehst du schon 5 Pfund mehr und das bringt nullkomanix?!  :bang:
Halt uns mal auf dem Laufenden, ob deine Tuningmaßnahmen erfolgreich sind.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Steve.bsfd am August 27, 2018, 02:44:28 Nachmittag
Es ist viel Kopf dabei. Ich war schon fast auf dem Weg mit meinem Bogen "eins" zu werden, dem aktuellen Endergebnis langer Probiererei, bis mir der Chrony gestern gezeigt hat, dass er im Vergleich zu einem anderen Bogen überhaupt nicht effizient arbeitet. Der fühlt sich nur saftig an, aber vorne kommt nicht das raus, was man fühlt.

Super Schussruhe, cooler Sound, tolles Auszugsgefühl, perfekter Sitz des Griffs, tolerant ggü. verschiedenen Pfeilen ... all diese wundervollen Dinge sind plötzlich getrübt, nur weil ich den Gedanken nicht loswerde, dass da irgendwo 10% unnötig Energie verloren gehen in irgendeinem Gerüttel oder was weiß ich. Plötzlich ist jeder Schuss eine Qual.

So schnell kann eine Romanze enden.

(Ich habe allerdings Hoffnung, dass ich das noch tunen kann)

so viele positive Erfahrungen, die dann von einem Chrony zerstöt werden... :bang:
deshalb habe ich mir keinen zugelegt.
Die VX+ sind je nach Auszugslänge in entsprechende Bogengesamtlänge einzusetzen. Bei 31" ganz klar ein 70" Bogen, weil die höchste Effizienz, so sagt es Uukha. Dein Test würde das zum Teil bestätigen
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Wolverine am August 27, 2018, 02:54:15 Nachmittag
Geschwindigkeit ist nicht alles, wenn der Rest stimmt ist das mehr wert als Geschwindigkeit.
Frage dich mal was dir die Geschwindigkeit bringt wenn das nach dem Motto oh meiner ist schneller geht, dann hast du schon verloren.
Sei mit dem Rest zufrieden, hab Erfolg mit dem was du hast und gut ist es.



solltest du mich nicht verstehen, komm vorbei und ich zeige dir was ich meine  :upsidedown: ;D
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am August 27, 2018, 07:22:03 Nachmittag
Zitat
Geschwindigkeit ist nicht alles, wenn der Rest stimmt ist das mehr wert als Geschwindigkeit.
Als absolutes Maß nicht, das sehe ich auch so. Als relatives Maß zeigt die Geschwindigkeit aber an, ob das System richtig funktioniert. Ich übe z.B, meinen Ablass manchmal durch den Chrony: Schnell = gut gemacht, langsam = versemmelt. Nicht weil der Pfeil schnell fliegen soll, sondern weil ein schnell fliegender Pfeil zeigt, dass er das System optimal verlassen hat. Genau dafür ist der Chrony doch gemacht, oder nicht?

Zitat
Halt uns mal auf dem Laufenden, ob deine Tuningmaßnahmen erfolgreich sind.
Gerne.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Wolverine am August 27, 2018, 07:30:45 Nachmittag
am Chrony würde ich das nicht festmachen, sondern am eigenen Gefühl, du setzt dich durch die Maschine sonst zu sehr unter Druck, dann wird das nix.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Steff am August 28, 2018, 10:14:31 Vormittag
Mein Anspruch sind gute Treffer innerhalb von 30 Meter, und sehr gute Treffer wenn ich das Ziel sehen kann. Damit meine ich das Kill, oder den Golfball und ähnliches.

Das erreiche ich mit meinen 4 Lieblingsbögen innerhalb von ein paar Schüssen.

Die Einheit die ich in der Titelzeile angesprochen habe, habe bis jetzt nur mit 2 Bögen erreicht, die ich über einen langen Zeitraum geschossen habe.
Dem Hawk und dem Kiowa. Viele Parcours, viele Schüsse und viel Zeit waren der Schlüssel.

Als ich jetzt den Black Kiowa bekam, war es wie wenn er nie weggewesen wäre.
Ähnlich geht es mir mit dem Hawk, wenn er mal wieder raus darf.

Um sicher zu sein, dass nicht alles nur Einbildung ist, habe ich dafür ein paar Referenzschüsse.
Wenn die gut klappen, dann bin ich zufrieden.

Vor einem Wettkampf würde ich den Bogen dann 3 - 4 Wochen kontinuierlich schießen müssen.

Meine Erfahrungen decken sich damit doch mit einigen von Euch, wobei jetzt keiner speziell auf den Begriff Einheit eingegangen ist.
Eine Erklärung für mein ständiges Wechseln hab ich auch gesucht, und vielleicht gefunden.

Für mich ist es immer noch ein Wunder, das ich da hin treffe wo ich hinschaue. Dieses Wunder will ich immer wieder neu erleben.
Es gibt natürlich noch weitere Gründe, aber die passen nicht so schön hier rein  ;)

 :bow: Danke Steff


Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am August 28, 2018, 11:52:40 Vormittag
Die kleine Bogensportbranche - und die vielen leidenschaftlichen Bogenbauer - brauchen Leute wie uns, die es nicht lassen können immer wieder Neues auszuprobieren. Wenn jeder nur alle 5 Jahre einen Bogen und einen Satz Pfeile kaufen würde, würde es bald keine mehr zu kaufen geben.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: bear4ever am August 28, 2018, 02:28:11 Nachmittag
Leidenschaft ist nicht alles - auch können und Fachwissen sollte dahinter stehen!!
ich kann ein Lied davon singen wie man die Lust auf  Custombögen verliert!


bin aber jetzt mit meinem Neuen sehr zufrieden aber für die nächsten 2-3 Jahren hab ich schon ein Model in Planung

Leider gibt es in unserer Gegend wenig Custombögen die meisten schießen die Marken mit der 20 bzw 30 Jährigen Garantie
somit ist nix mit probieren und testen! 
 
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Knorr am Oktober 30, 2018, 08:54:40 Nachmittag
Wann werde ich mit meinem Bogen zur Einheit?
Ich für meinen Teil sehe es auch so das wenn der Bogen zu einem passt, sprich der Griff und das Gefühl beim Auszug und im Anker, dann ist man schon sehr nahe dran. Ich habe auch in den ersten Jahren immer wechselweise die verschiedensten Bögen geschossen. Gut, zumeist Recurve und annähernd gleiche Pfundstarke, dennoch schieße ich persönlich mich sehr schnell mit einem neuen Bogen ein wenn eben Griff und Gefühl passen. Sehr schnell heißt für mich schon nach wenigen Passen. Gut, vielleicht treffe ich auf zwanzig Meter keinen umhertanzenden Golfball (wobei ich das noch nie probiert habe... Hhhmm...) Aber ein Bogen der mir von Optik, Haptik und vom Gefühl her gefällt mit dem treffe ich auch auf einem unbekannten Parcours recht schnell im gewohnten Niveau. Ich denke eben das ist beim traditionellen, intuitiven Schießen eher erreichbar als im FITA Bereich.
Seit zwei Jahren nun versuche ich mit nur einem Bogen und stets dem gleichen setup zu schießen, trotzdem gibt es bei mir zum Beispiel bisher keinen Bogen mit dem ich mehr eine Einheit war als mit meinem Andras Kovacs. Jedesmal wenn ich den in die Hand nehme fühlt er sich als Teil meines Körpers an. Leider mußte ich diesen in Rente schicken. Mürbe geschossen. Kleiner Riss im Mittelteil. Manchmal belebe ich ihn trotzdem noch stets mit top Ergebnissen.der 60"er hat leider auf Dauer meine knapp 31 " Auszug nicht vertragen. Wenn mir den jemand den in 64" bauen könnte....

Mit meinem jetzigen custom Bogen schieße ich sehr gut, allerdings ist er bisher noch nicht so ein Teil meines Körpers geworden. Immer noch bleibt er ein Bogen, ein Teil um das ich mir Gedanken machen muss ob ich ihn richtig greife, wie meine Handhaltung ist, der Auszug... Ich denke wenn man sich keine Gedanken macht über den Schussablauf, dann wird man mit seinem Bogen eine Einheit.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Steff am November 02, 2018, 09:27:13 Vormittag
Schön geschrieben Knorr, danke.

  :agree:
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Sonuka am November 02, 2018, 10:43:51 Vormittag
pfffffhhhhh…… eins mit meinem Bogen.... NIE! Das sind ganz seltene, lichte Momente, in denen ich vorher spüre "KILL!" und er landet da auch... ansonsten bin ich eher der "verdammtes Drecksding du Blödes" Schütze ;) allerdings bin ich mir dann hinterher beim Kaffee darüber im klaren: Des Glump steht hinterm Bogn!
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Kedde am November 02, 2018, 06:59:07 Nachmittag
Seit dem ich für meinen Mingo, Horsemann und den Slick Stick neue Pfeile mit einem höheren Spinewert nutze, danke an den Besitzer von Scheibenpanik, und für meine Skadi die Schäfte gekürzt habe bin ich mit meinen Bögen total auf Kuschelkurs.  ;D
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Stringwistler am November 09, 2018, 03:30:18 Nachmittag
Ihr könnt das wollen und trainieren so lange ihr wollt und werdet nie zu solch schrägen Typen wie Lars hier.....
Nicht zum Nachmachen empfohlen.....langsam hat der glaube ich echt ein Rad ab..... :bang: :bang: :bang:

Und ganz am Schluß werde noch einige genannt, die kommen mir irgendwie hier bekannt vor.... häääää....???? :Achtung:

https://www.youtube.com/watch?v=lTf1Nd3fU5o&feature=push-sd&attr_tag=G_I--GEanKxvrSNh%3A6
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am November 09, 2018, 03:57:30 Nachmittag
Nie und nimmer sind die Aufnahmen echt. Ja, der Typ kann schießen wie ein Gott, aber selbst dann würde niemand das 0,001% Restrisiko eingehen. Niemals. Das ist so Anathema, dass sich kotzen könnte. Fragt mal einer Byron Ferguson, ob er das machen würde oder jemals als junger Schütze gemacht hätte. Ich garantiere euch: Niemals.

Denkt nur mal nach: Mit dem ersten Video hat er ein Wahnsinns Geld eingespielt (YouTube Werbung, wahrscheinlich mehrere $100k bis $1m). Das ist inzwischen ein sehr profitables Business geworden. Für solche Einnahmen kann man schon mal etwas CGI bemühen und es krachen lassen.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Steff am November 09, 2018, 05:34:25 Nachmittag
Ich weiß ja jetzt nicht, was der Lars Anderson in diesem Thread verloren hat.
Und es ging mir auch nie primär ums gut schiessen, sondern um ein Gefühl der Einheit mit seinem Bogen, auf welchem Niveau auch immer.




Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Kedde am November 09, 2018, 06:43:53 Nachmittag
Ich weiß ja jetzt nicht, was der Lars Anderson in diesem Thread verloren hat.
Und es ging mir auch nie primär ums gut schiessen, sondern um ein Gefühl der Einheit mit seinem Bogen, auf welchem Niveau auch immer.

Sag ich doch, Kuschelkurs.  ;D
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Marcus am November 09, 2018, 06:47:55 Nachmittag
Also bis jetzt hab ich mir, bis auf meinen ersten Bogen, die Bögen nur gekauft, wenn ich bei den ersten paar Schuss das Gefühl hatte, eine Einheit mit dem Bogen zu sein. Zerstritten hab ich ich mich mit den Geräten dann oft erst vier Wochen später, wenn ich zu viel mit dem Bogen wollte. Ich schieße üblicherweise mit einem neuen Bogen bei der ersten oder zweiten Parcours-Runde ein Ergebnis, auf das ich dann so schnell nicht mehr komme. Wenn ich jetzt das Geheimnis löse, wie ich das Gefühl und das Ergebnis der ersten Runden konservieren könnte, wäre das ziemlich geil. Bis dahin werd ich mich mal weiter umsehen. Allerdings tritt die Lust nach einem neuen Bogen jetzt schon seit zwei Jahren nicht wirklich auf. Ok, derzeit hab ich wieder mal verstärkt Lust auf einen Recurve, aber da hat sich bis jetzt noch keine passende Gelegenheit und kein geeignetes Sportgerät gefunden, aber das kommt schon noch. Gibt's eigentlich noch jemanden, der üblicherweise anfangs deutlich besser mit einem neuen Bogen zurecht kommt und dann später tief fällt?
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Ampsivar am November 09, 2018, 07:05:35 Nachmittag
Den gesamten Sommer habe ich nun den 66" Langbogen geschossen um mich mal wirklich auf einen Bogen einzuschießen und bin auch bei den Pfeilen geblieben - die hatte ich dank Wolvereins Input getunt (4 Federn 5 Zoll mit 100er Messing Insert und 100er Spitze) im Frühling angepasst.
Irgendwann im Mai mal auf Wurfscheiben mit Flus aber mit dem Langbogen klappte gut. Ab da also gut 5 Monate nur das gleiche Setup geschossen.(Meine Pfeil-Experimentier-Ausflüge in die Bowfishing-Szene zähle ich da mal nicht zu)
Vorgestern juckte es mir in den Fingern und ich schoss den kurzen Slick Stick mit FluFlus... nicht dass das schlau ist aber weil ich einfach Mega-Bock drauf hatte.
Kurz auf die Trainingswiese und dann auf den Pakour:
Seit dem Umbau im September hab ich den blöden Maiskolben aus 20 Metern nicht getroffen - und nun gleich  2 mal hintereinander - mit Flus und nem anderen Bogen :bang: Bin völlig ratlos. Ich kann mir nicht erklären wieso das auf einmal funktionierte. Zumal sich der Langbogengriff für mich auch noch besser anfühlt.
Ob ich mit dem Bogen eins war? - Ja. definitiv. In dem Moment war ich es. Es war eine Traumrunde - ich meine was will man mehr wenn einem Schüsse aus 50 Metern ins Kill glücken und danach noch zur Belohnung der kleine Iltis aus gleicher Entfernung mit dem 2ten Pfeil vom Rücken des Hirsches geholt wird ...
Vielleicht ist ein Umstieg wie mit guten und schlechten Tagen: Mal klappts, mal nicht. Ich hab absolut keine Ahnung...
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Absinth am November 09, 2018, 08:41:44 Nachmittag
Also bis jetzt hab ich mir, bis auf meinen ersten Bogen, die Bögen nur gekauft, wenn ich bei den ersten paar Schuss das Gefühl hatte, eine Einheit mit dem Bogen zu sein. Zerstritten hab ich ich mich mit den Geräten dann oft erst vier Wochen später, wenn ich zu viel mit dem Bogen wollte. Ich schieße üblicherweise mit einem neuen Bogen bei der ersten oder zweiten Parcours-Runde ein Ergebnis, auf das ich dann so schnell nicht mehr komme. Wenn ich jetzt das Geheimnis löse, wie ich das Gefühl und das Ergebnis der ersten Runden konservieren könnte, wäre das ziemlich geil. Bis dahin werd ich mich mal weiter umsehen. Allerdings tritt die Lust nach einem neuen Bogen jetzt schon seit zwei Jahren nicht wirklich auf. Ok, derzeit hab ich wieder mal verstärkt Lust auf einen Recurve, aber da hat sich bis jetzt noch keine passende Gelegenheit und kein geeignetes Sportgerät gefunden, aber das kommt schon noch. Gibt's eigentlich noch jemanden, der üblicherweise anfangs deutlich besser mit einem neuen Bogen zurecht kommt und dann später tief fällt?

Deinen Beitrag finde ich echt interressant... Warum eigentlich, gibst du deinem Bogen die Schuld, wenn es später nicht mehr so läuft wie beim ersten Mal?


Beste Grüße,
Absinth
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am November 09, 2018, 08:57:33 Nachmittag
Jeden Tag fühlt sich der selbe Bogen anders an. Das ist eigentlich normal, oder?

Wenn man mit der Zeit nachlässt, liegt es an der sinkenden Aufmerksamkeit. Am Anfang sind alle Sinne geschärft auf das Neue. Gewöhnt man sich dran, schalten sich immer mehr Details in der Wahrnehmung ab, weil der Körper mit seinen Resourcen sparsam umgeht. Die überhöhte Aufmerksamkeit ist aber offenbar nötig, um voll im "Flow" zu bleiben. Und ja: Das kann man lernen. Und nein: Das lässt sich leider nicht jeden Tag gleich gut umsetzen.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Kedde am November 09, 2018, 09:16:41 Nachmittag
Ich schieße jeden Tag mit mindestens zwei verschiedenen Bögen.
Normal brauche ich maximal 10 Minuten um mich an den jeweiligen anderen Bogen zu gewöhnen. Danach liegen die Treffer in et-war identisch.
Allerdings gibt es Tage wo das nicht der Fall ist, dann weiß ich das es ist nicht mein Tag ist und ich widme mich anderen Tätigkeiten zu. Meist gehe ich dann in meine Sauna und versuche zu analysieren woran es liegt. Am nächsten Tag ist alles wieder gut.  ;D
Wie sagen wir Norwegenangler?
Jeder Tag ist ein Angeltag, aber nicht jeder Tag ist ein Fangtag.  :agree:
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Beschleunigung am November 09, 2018, 09:51:53 Nachmittag
Hallo Steff, ich habe nur deinen Eingangspost gelesen und möchte direkt darauf antworten:

Nachdem ich vom Bodnik Anubis auf den Beier Custom Tyr umgestiegen bin, habe ich gemerkt, dass Welten zwischen dem Schussverhalten zweier Bögen mit selbem Zuggewicht liegen können, und man daher entweder mit dem Einen oder dem Anderen gut trifft. Es hat sich mir also dieselbe Frage gestellt: Wie machen es andere Schützen? Schießen sie nur einen Bogen oder können und wollen sie mehrere bedienen?

Klar können Bögen auch zweckmäßig getrennt werden: Den Takedown im Urlaub, den schweren Jagdrecurve zum Jagen, den Tuernierbogen etc..

Ich bin ein Neuling beim Bogenschießen aber ich habe seit ich angefangen fast jeden Tag 40 oder mehr Pfeile geschoßen. Ich kann also nichts aus großer Erfahrung beitragen. Was ich jedoch gemerkt habe: Mehrere Bögen unmittelbar simultan zu schießen: Also aufgespannt, abwechselnd aufs selbe Ziel hilft einem die Vorzüge und Stärken sowie die Schwächen der jeweiligen Bögen im Kontrast besser zu erkennen und herauszuarbeiten. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es aus diesem Grund das Schießen verbessern kann mehrere Bögen zu schießen: Einen primitiveren, einfacheren Bogen in Kombination mit einem modernen komfortablen Bogen beispielsweise. Wenn man lernt mit dem primitiven Bogen ohne besonderes Griffstück zu treffen, dann erst kann man den Komfort und die Vorzüge des ergonomisch geformten Griffstücks richtig wertschätzen und zu seinen Gunsten nutzen.

Wann ich mit meinem Bogen zu einer Einheit werde?

Wenn der Pfeil exakt so fliegt, wie ich es mir vorgestellt habe und ich es schon beim Auszug gewusst habe. Oft? Nein, leider nicht :D
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Marcus am November 10, 2018, 04:33:51 Nachmittag
Also bis jetzt hab ich mir, bis auf meinen ersten Bogen, die Bögen nur gekauft, wenn ich bei den ersten paar Schuss das Gefühl hatte, eine Einheit mit dem Bogen zu sein. Zerstritten hab ich ich mich mit den Geräten dann oft erst vier Wochen später, wenn ich zu viel mit dem Bogen wollte. Ich schieße üblicherweise mit einem neuen Bogen bei der ersten oder zweiten Parcours-Runde ein Ergebnis, auf das ich dann so schnell nicht mehr komme. Wenn ich jetzt das Geheimnis löse, wie ich das Gefühl und das Ergebnis der ersten Runden konservieren könnte, wäre das ziemlich geil. Bis dahin werd ich mich mal weiter umsehen. Allerdings tritt die Lust nach einem neuen Bogen jetzt schon seit zwei Jahren nicht wirklich auf. Ok, derzeit hab ich wieder mal verstärkt Lust auf einen Recurve, aber da hat sich bis jetzt noch keine passende Gelegenheit und kein geeignetes Sportgerät gefunden, aber das kommt schon noch. Gibt's eigentlich noch jemanden, der üblicherweise anfangs deutlich besser mit einem neuen Bogen zurecht kommt und dann später tief fällt?

Deinen Beitrag finde ich echt interressant... Warum eigentlich, gibst du deinem Bogen die Schuld, wenn es später nicht mehr so läuft wie beim ersten Mal?


Beste Grüße,
Absinth

Na wenn es nicht der Bogen ist, dann müsste es ja tatsächlich an mir liegen, das ja auch irgendwie doof :Achtung:
Spaß beiseite, ich schrieb ja oben:
Wenn ich zuviel wollte...
Anders formuliert, wenn ich zuviel nachdenke und es unnötig kompliziert mache. Der Bogen funktioniert ja top, wie die tollen Ergebnisse anfangs zeigen. Da lass ich mich voll der Intuition leiten und denke nicht darüber nach wie weit, oder wie schwer es ist. Letztlich bin natürlich ich schuld. Daher versuche ich gerade, das Hirn beim Schuss total abzuschalten. Vielleicht will ich deshalb gerade keinen anderen Bogen mehr haben. Hach, ist das alles herrlich Philosophisch gerade. Am Ende könnte ich es vielleicht so sagen: Wenn ich es schaffe mich voll auf den Schuss einzulassen, ist es mir egal welchen Bogen ich in der Hand habe. Wenn der einigermaßen geradeaus schießt, reicht das völlig aus, dann werde ich mit diesem Bogen zu einer Einheit. Das ist jetzt aber auch provokant, irgendwie.
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Knorr am November 11, 2018, 08:33:08 Nachmittag
Wie Marcus sagt: das Hirn ausschalten, dann wird man mit dem Bogen zur Einheit!
(vielleicht liegt mir deshalb das Bogenschießen so ;-)...)
Und seien wir mal ehrlich, auch wenn mich jetzt hier viele steinigen werden, aber wir alle machen uns um Sehnen Stärke, Tab oder Handschuh, Standhöhe, Rochenhaut Auflage oder doch Leder, gpp und gpi Gedanken. Dabei schießt man tatsächlich doch oft hervorragend wenn man sich das fast kindliche unbedarfte beibehält.
Auch habe ich persönlich auf meinen Reisen indigene Völker gesehen die mit krummen Stecken und noch krummeren Pfeilen auf acht Meter faustgroße Täubchen im Flug aus der Luft geholt haben.
Das ist doch das schöne am traditionellen und intuitiven Bogenschießen, dass man das Treffen kann das man konzentriert fixiert. Weniger denken und mehr fühlen!
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: Stringwistler am November 11, 2018, 10:50:29 Nachmittag
Ich weiß ja jetzt nicht, was der Lars Anderson in diesem Thread verloren hat.
Und es ging mir auch nie primär ums gut schiessen, sondern um ein Gefühl der Einheit mit seinem Bogen, auf welchem Niveau auch immer.
Na hör mal... Wenn der nicht eins ist mit seinem Bogen, wer dann?  ;D
Auch wenn wohl einiges nicht ganz echt ist...   ;D
Titel: Re: Wann werdet ihr mit eurem Bogen zu einer Einheit?
Beitrag von: aurelium am November 12, 2018, 10:30:14 Vormittag
Zitat
Auch wenn wohl einiges nicht ganz echt ist
Ist mir erst später aufgefallen: Am Ende lässt er sich selbst von einem Mädchen die Dose vom Kopf schießen und grinst dabei ... so ein Schelm.