Moin in die Runde,
wie weit schießt Ihr „verlässlich“ (also mit ordentlicher Trefferwiederholbarkeit) intuitiv oder Mischsysteme mit intuitivem Anteil? Ab wann wird es schwierig und was macht Ihr dann? ab 35-40 mach ich nach dem 1. wenn er nicht getroffen hat auch schon mal Gap... heißt ich sag meinem Unterbewusstsein, daß er den Ast der gut 1m über dem Bison hängt, treffen soll, halte aber nicht bewusst drauf an. Das sind halt die Erfahrungswerte.
Und was mach ich dann?.... Nichts... wenns ned klappt, mach ich mir auch keinen Harten.... ;D :Achtung:
Ich komme mit meinem Mischsystem bis 30/35 m klar. Dann wird es schwierig. Vielleicht hilft mir ja Euer Input weiter.
Soweit es diese Diskussion schon mal gegeben hat, bitte ich um Hinweis, wo ich sie finde.
Danke
Frank
Ich weiß eigentlich nicht genau, wie ich es mache.
Aber ein Ereignis ist mir schwer im Gedächtnis geblieben:
Bogenschießen in der Toskana, da gab es einen, glaub liegenden Hirsch auf +- 100m Entfernung. Abschusspfosten auf einem erhöhten Bereich, eine tiefe weite Senke, und dann liegt der Hirsch dort irgendwo im Hang. Ein Fun Schuss, wir wechseln uns alle an, um in 2 Runden jeweils einen Pfeil der Bogengottheit zu opfern.
Beim Ziel angekommen, staune ich nicht schlecht, meine beiden Pfeile waren am nächsten dran, beide 10cm nebeneinander liegend einen Meter vorm Ziel. Was auch immer mein "System" war, es war konstant, zumindest für die beiden Schüsse, bin kein guter Schütze :bow:
Hab fortgeschritten schlimme Targetpanic und treffe nunmehr intuitiv auf 5m die 80er Auflage.
Alles darüber hinaus wird mit dem fliegenden Anker im Moment zur Glückssache.
:help:
Vorher waren es aber auch um die 30m.
Hab fortgeschritten schlimme Targetpanic und treffe nunmehr intuitiv auf 5m die 80er Auflage.
Alles darüber hinaus wird mit dem fliegenden Anker im Moment zur Glückssache.
:help:
Vorher waren es aber auch um die 30m.
Ich hatte mal ähnliches vor. Also, mir ein System für weite Distanzen zuzulegen.
Das hab ich aber bald sein gelassen, weil ich dafür meinen kompletten Schussablauf und auch meine Haltung ändern müsste.
Der "Sport" am Bogenschießen besteht für mich darin, meine Intuition zu verbessern. Das geht auch auf größere Distanzen, wenn man die Trainingsoption hat.
Bei mir - glückliche Umstände - sind es bis 42m, im eigenen Garten.
Vielleicht klingt es komisch, aber ich komme mit weiten Zeilen am besten zurecht, wenn ich dazu die Flugdauer abschätze.
Also, nicht in Millisekunden oder Meter, sondern, indem ich mir den Pfeilflug (Parabel) vorstelle.
Mit etwas Übung und Erfahrung klappt das erstaunlich gut.
Das beschreibt so auch Jay Kidwell in einem der für mich besten Bücher über das instinktive Bogenschießen "Einblicke ins instinktive Bogenschießen". Mir hat das auch geholfen, aber ich komme bei den ganz langen Distanzen doch an meine Grenzen, daher bei mir der Umstieg auf das Zielen über die Pfeilspitze in diesen Fällen.
BTW: Turniere, bei denen die Viecher auf irgendeiner Maximal-Distanz-Autobahn stehen, besuche ich keine zweimal, selbst wenn ich vorne dabei war.
BTW: Turniere, bei denen die Viecher auf irgendeiner Maximal-Distanz-Autobahn stehen, besuche ich keine zweimal, selbst wenn ich vorne dabei war.
Aber es gibt sie noch, die Standhaften mit den schönen jagdlich / intuitiv gestellten Turnieren. ;)
Allmersbach am Wald (SSG Allmersbach a.W.) ist da ein schönes Beispiel.
...Uiii. Bei der Methode könnten sich einige von uns, bis zum Ende ihrer aktiven Kariere, komplett im Wohnzimmer ausleben. Im hohen Alter dann mit Flur. ;D
Das passt auch zu einer interessanten Trainingsmethode:
- 2-3 Meter von der Scheibe entfernt aufstellen
- 5000-10000 Pfeile schießen
- wenn alle Pfeile (wiederholbar) auf einer handteller-großen Fläche stecken: einen Schritt zurücktreten und von vorne anfangen... :GoodJob:
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...Uiii. Bei der Methode könnten sich einige von uns, bis zum Ende ihrer aktiven Kariere, komplett im Wohnzimmer ausleben. Im hohen Alter dann mit Flur. ;D
Das passt auch zu einer interessanten Trainingsmethode:
- 2-3 Meter von der Scheibe entfernt aufstellen
- 5000-10000 Pfeile schießen
- wenn alle Pfeile (wiederholbar) auf einer handteller-großen Fläche stecken: einen Schritt zurücktreten und von vorne anfangen... :GoodJob:
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Nein, war Spaß. ;)
Im Grunde ist der Gedanke ja richtig. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass es ein Auf und Ab gibt.
Je nach Gesundheitszustand, Motivation und sonstigen Lebenslagen, die unser Hobby beeinflussen.
Wer mit 2 Trainingsjahren eine gute konstante Technik entwickelt hat, kann das im 4. oder 6. Jahr auch wieder verlernen.
Würde bedeuten, dass man z.B. ab 12m schleichend schlechter wird und eigentlich auf 3m zurück muss.
Die berühmten 2-3 Meter vorm leeren Schießsack im Keller kommen bei mir immer mal wieder dran.
Das ist mitunter wetterabhängig oder auch einem neuen Selbstbau geschuldet, entfaltet seine Wirkung aber immer wieder.
Auch nach mehr als 20 Jahren gibt’s da noch neue (oder wiedergefundene) Erkenntnisse.
Um beim Thema 30/35m zu bleiben:
Wenn die routinebedingte Schlamperei beginnt, wird auch der Streukreis bei 5m größer.
Das merkt man nur nicht so sehr, weil man bei 20m mit dem 1. Pfeil meist noch auf dem Viech ist (gibt bei klassischer Wertung immernoch 16 statt 20 Punkte).
Der Frust von uns intuitiven Schützen mit den 30m+ ist m.E. maßgeblich dadurch begründet,
dass die 2 Systemschützen neben einem genau hier ihre Vorteile ausspielen und sich eine Innenkill-Challenge liefern (gibt dann 0 oder 4 statt 20 Punkte).
In der Killrunde wird’s dann richtig Bitter für Intuitivschützen, wenn da die Tiere auch auf „Fernglaszwangweite“ stehen.
Die Differenz der durchschnittlich erreichbaren Punkte zwischen Intuitiv vs. System steigt ab 25-30m+ signifikant und geht nicht mehr im „Rauschen“ unter,
wenn beide Schützen auf ähnlichem Trainings- bzw- Leistungsniveau sind.
Zählt man den gesunden Selbstzweifel noch dazu, kommt am Ende die gefühlte „Grenze“ mit den 30-35m heraus.
@BambusUnd leider- vor lauter Eifer und Tunnelblick - das Allerwichtigste vergessen:
@kungsörn
Ihr habt es beide trefflich ausgeführt...
...:youRock:
Mir ist viel wichtiger eine schöne Gruppe zu haben und Spaß und Freude....wenn es da dann mal nicht so läuft mit dem Treffen....
"ist mir dann egal"....ich lass mir den Tag dadurch nicht vermießen...so ist es gemeint.
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@Bambus
@kungsörn
Ihr habt es beide trefflich ausgeführt...
und trotzdem bin ich da wohl ne Stufe weiter.
Sicherlich will ich auch nicht nur an den Tieren vorbeischießen und Pfeile suchen.... wer will das schon.
Aber ich sag mir immer.... was ich nach 43 Jahren Bogensport nicht gelernt hab, brauch ich jetzt auch nicht mehr ändern. ;)
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Mir ist viel wichtiger eine schöne Gruppe zu haben und Spaß und Freude....wenn es da dann mal nicht so läuft mit dem Treffen...."ist mir dann egal"....ich lass mir den Tag dadurch nicht vermießen...so ist es gemeint.
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Das ist „Systemschießen“. Völlig in Ordnung, nichts einzuwenden. Aber hier geht’s halt um das „intuitive“ Zielen, von dem viele behaupten, es zu tun und dann fallen Worte wie Pfeilspitze, Sehnenschatten, Entfernung schätzen etc. ;)
Aber hier geht’s halt um das „intuitive“ Zielen, von dem viele behaupten, es zu tun und dann fallen Worte wie Pfeilspitze, Sehnenschatten, Entfernung schätzen etc. ;)Wenn wir den intuitiven Schuss beschränken auf "draufhalten ohne nachdenken" schränkt das sicherlich weiter ein. Ich weiß "intuitiv" 8) wann der Pfeil garantiert zu tief liegen wird.