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Kaufberatung / Testberichte => 3D-Parcours => Thema gestartet von: Woodinski am Juli 22, 2026, 07:35:55 Nachmittag

Titel: DK-6990 Ulfborg - Parcours der Vestjyllands Buejægere
Beitrag von: Woodinski am Juli 22, 2026, 07:35:55 Nachmittag
Parcours der Vestjyllands Buejægere

Vestjyllands-Buejægere, Torstedvej 1, DK-6990 Ulfborg

26 Stationen
Kurze Wegstrecke - keine 2 Kilometer
Steigungen minimal
Parkmöglichkeit vorhanden
Keine Parcoursgebühr - nur in Begleitung am Trainingstag (Jeden Montag in der Saison von 18-22 Uhr)

Persönliche Bewertung
Da es den Parcours in Vejen leider nicht mehr gibt, musste ich mir für meinen Dänemark-Urlaub eine Alternative zum Bogenschießen suchen. Fündig wurde ich nur etwa 25 Minuten von unserem Feriendomizil entfernt – beim Parcours der Westjütland-Bogenjäger in Ulfborg.

Es handelt sich zwar nicht um einen öffentlichen Parcours, Gäste können ihn jedoch montags während des Trainings in Begleitung eines Vereinsmitglieds begehen.

Den Kontakt stellte ich per E-Mail mit dem Vereinsvorsitzenden Flemming Bagger her (die Kontaktdaten findet man auf der Vereinshomepage: https://vestjyllands-buejægere.dk/contact (https://vestjyllands-buejægere.dk/contact). Er erwartete mich bereits auf dem Parkplatz und zeigte mir zunächst den Weg zum Einschießplatz, wo mich anschließend mein Begleiter sowie ein deutscher Compound-Gastschütze begrüßten.

Der Einschießplatz verfügt über vier Scheiben auf 10, 20, 30 und 40 Metern.

Nach ein paar Probeschüssen ging es dann in den Parcours. Das Gelände besteht aus niedrigem Wald mit Krüppeleichen, Kiefern und Büschen – eben der typische Wald im Westen Dänemarks. Im Parcours erwarten einen neben zwei Schüssen von Hochständen auch eine Station von einem Hochsitz aus. An diesen Stationen waren jeweils zwei bis drei Tiere gestellt, ansonsten gibt es ausschließlich Einzelschüsse auf durchweg einheimische Tierarten.

Die Targets befanden sich allesamt in einem hervorragenden Zustand, ebenso die Wege. Die Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen waren oft erstaunlich kurz. Obwohl der Parcours ausschließlich durch den Wald führt, wirkt er durch die kleinen Erhebungen und Senken sehr abwechslungsreich. Alle Schüsse bewegen sich auf jagdlichen Distanzen; der weiteste lag bei etwas über 30 Metern. Immer wieder sorgten Äste im Schussfeld dafür, dass man kniend schießen oder einen Ausfallschritt machen musste.

Backstops sucht man hier allerdings vergeblich. Da der Boden größtenteils aus dichtem Moos und Heide besteht, bedeutet ein Fehlschuss schnell einen Pfeilverlust. Ich musste auf den ersten drei Stationen bereits drei Pfeile abschreiben – zwei davon am Hochsitz. Entsprechend ins Schwitzen kam ich, weil ich den restlichen Parcours mit nur noch drei Pfeilen absolvieren musste. Zum Glück hat das problemlos funktioniert.

Insgesamt war es eine großartige Parcourserfahrung, die vor allem durch die außergewöhnliche Gastfreundschaft der Dänen abgerundet wurde. Unser Begleiter Preben sprach perfektes Deutsch und erzählte unterwegs viel über die Bogenjagd in Dänemark sowie die Besonderheiten und Kniffe der dortigen Bogenjäger. Das war ausgesprochen spannend und interessant.

Als wir die letzten Pfeile gezogen hatten, wartete Flemming bereits mit Getränken auf uns. Anschließend wurde noch lange und in gemütlicher Runde über das Bogenschießen, Dänemark und Deutschland geplaudert.

Am ersten Montag jedes Monats verbinden die Westjütland-Bogenjäger ihr Training mit einem Grillabend. Den habe ich leider knapp verpasst. Die Parcourssaison ist auf die Sommermonate begrenzt; die genaue Dauer werde ich noch erfragen. Im Winter wird der Parcours vollständig abgebaut.

Neben den Westjütland-Bogenjägern habe ich außerdem die Bogenschützen in Hvide Sande besucht und dort in der Halle auf 18 Meter geschossen. Der Leiter der Bogenabteilung ist ein deutscher Auswanderer und ebenfalls ausgesprochen nett. Gastschützen dürfen kostenlos am Training teilnehmen. Trainiert wird dort dienstags ab 19 Uhr.

Eine Note für den Parcours zu vergeben, finde ich schwierig, da es sich nicht um einen öffentlichen Parcours handelt. Ich hatte dort jedenfalls eine tolle Zeit und habe den Besuch sehr genossen. Fotos habe ich leider keine gemacht – ich war einfach zu sehr mit dem Schießen beschäftigt.