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Bogenschießen => Training => Thema gestartet von: Bona am Juli 20, 2026, 09:37:35 Nachmittag

Titel: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: Bona am Juli 20, 2026, 09:37:35 Nachmittag
Hallo zusammen,

in meiner letzten Trainingseinheit (die sechste) ist mir durch meinem Trainer etwas aufgefallen, was das Zielen beeinflusst, wenn der Ellenbogen genügend nach hinten gezogen wird, damit die Rückenspannung entsteht und die Arme möglichst eine Gerade bilden.
Dazu hatte der Trainer seine Hand hinten gehalten, die ich versuchen sollte, mit dem Ellenbogen zu berühren.
Soweit so gut.
Das Problem dabei war, dass der Kopf etwas weiter nach rechts wandert, was bedeutet, dass ich mit dem linken Auge auf das Ziel fixieren will statt mit beiden Augen, was ich eigentlich für intuitives  trad. Bogenschießen mit Recurve möchte. Das ging auch die ganze Zeit, weil ich nicht mit dem Ellenbogen weit genug nach hinten ging.
Mein rechtes Auge ist das dominante Auge, aber ich bevorzuge mit dem Sehen durch meine Augenmuskelschwäche lieber das linke Auge, während das rechte Auge einfach vernachlässigt wird.
Wir reden hier also von einem Schielen nach außen, dass ich beliebig steuern kann, oder anders gesagt, manchmal muss ich mich konzentrieren, dass ich auch wirklich wieder mit beiden Augen schaue, als einfach nur mit dem linken Auge und das rechte Auge wandert in eine andere Richtung.
Da sagte doch tatsächlich mein Trainer, er hat das gleiche Problem gehabt, es bringt alles nichts, eine Augenklappe muss her. Ich hoffe ihr könnt mir bis hierhin folgen.
Ich hatte den Selbsttest für das dominante Auge schon vor Beginn des Bogensports GEMACHT, Das passt ja soweit alles.
Davon hatte ich ja auch abhängig gemacht, ob ich zu einem Rechtshand oder Linkshandbogen  greife (RH ist es geworden)
Was habe ich vor kurzem gemacht? Beim Zielen das linke Auge zugekniffen, damit ich wirklich mit dem rechten Auge schaue, wenn ich schon nicht normal mit beiden Augen schauen kann oder schlimmer noch das linke Auge verwende. Dabei konnte ich die Pfeilspitze besser sehen.
Nach ein paar Schüssen habe ich gemerkt, wohin der Pfeil geht, wenn ich einen möglichst festen Punkt anvisiere
In meinem Fall auf 18 m etwa auf ein 3d-tier musste ich die Pfeilapitze etwas unter das Tier zielen, damit es das Tier trifft. Tatsächlich hatte ich nach einigen Schüssen alle Pfeile relativ zentral auf das Tier.
Ja, mal etwas höher mal etwas tiefer mal etwas weiter rechts mal etwas weiter links aber alle bis auf vielleicht mal ein oder zwei Pfeilen relativ in der Nähe auf das Tier.
Mach das ganze wirklich Sinn, das linke Auge für einige Trainingseinheiten zu schließen beim Schießen statt dieser Augenklappe? Ein anderer Trainer meinte, besser mit beiden Augen zusammen Zielen, aber dann will ich wieder nur mit dem linken Auge schießen. Vielleicht wusste er es auch nicht genau, wie das bei mir so ist
Aber fürs erste scheint es zu klappen mit dem Schließen des linken Auges.
Im Anhang habe ich mal Schüsse aus 18 m Entfernung. Ich hatte die Mitte vom hinteren Gefieder des Tieres genommen.
Was sagt ihr dazu zum zukneifen des linken Auges? Ist das vielleicht auch zu beeinflussend, sodass es kontraproduktiv beim Zielen ist? Angeblich kann es Folgen haben, wenn ich mein Kiefer und die Stirn ein wenig dabei verziehe, weshalb die Augenklappe besser sein soll.
Titel: Re: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: roscho am Juli 21, 2026, 08:33:30 Vormittag
Wieviel Zuggewicht hat der Bogen ?
Hast mal einen schwächeren probiert?
Und ab wann ? Wo steht der Ellbogen wenn alles noch „normal“ ist ?
Titel: Re: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: Bona am Juli 21, 2026, 10:06:03 Vormittag
Der Bogen hat 20 lbs mit einem Auszug-Gewicht von 22,5 lbs.
Angefangen war ich mit einem leihbogen mit 18 lbs. War diesbezüglich aber nicht "einfacher".
Wo der Ellbogen steht, bei dem ich das "Problem" nicht habe, gute Frage, könnte man sich vielleicht mal fotografieren lassen. Aus den Augenwinkeln würde ich sagen, kann man ihn noch sehen.
Als mein Trainer hinten die Hand hingehalten hat würde ich sagen, sind es ein paar Zentimeter, wo ich weiter drücken muss.
Titel: Re: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: roscho am Juli 21, 2026, 10:47:04 Vormittag
Ich denke es ist ein Technik/Form Problem.

Beim Auszug bleibt der Kopf nicht stabil, wenn der Ellbogen hinten ist wandert er mit und Muskelgruppen werden angespannt die auch auf die Augen gehen (und Kiefer/Nacken).

Das ist aber alles Theorie, das müsste man sehen (sprich der Trainer)
Wo ist dein Ankerpunkt, das kann schon einen Unterschied machen.

Titel: Re: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: Waldgeist am Juli 21, 2026, 10:49:05 Vormittag
Bei der Zugstärke dürfte es keine Probleme geben. Allerdings solltest Du vlt. weniger Gewicht auf das Treffen ansich legen ... Ist nachvollziehbar und zu verstehen. Geht doch jedem so; doch die saubere Technik ist die Grundlage für alles was danach kommt.
Titel: Re: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: Nachtfalke am Juli 21, 2026, 10:59:15 Vormittag
Dein Problem ist nichts neues, das beobachte ich beim Training oft.

1.intuitives, Instinktives Bogenschießen, beide Augen offen.
2.Kopf gerade zum Ziel.
3. Mit leichten Bogen und zu Hause mit Terra-Band Rückenmuskulatur aufbauen
4.ohne Bogen immer mal den Kopf zum Ziel und dann die Sculterblätter zusammen machen, als ob du schiesst.
5. Keine Auflage auf die Scheibe, es ist nicht wichtig was da passiert, deine ganze Aufmerksamkeit sollte nur bei deinem Schussablauf sein.  Das ist so typisch, ich will doch Gold schiessen oder eine schöne Gruppe.
Das kommt von ganz alleine wenn dein Schiessstile passt.
Du erwartest nach 6 Einheiten zu schiessen, wie wir nach ein paar hunderten?

Das kommt nicht von heut auf morgen.
Bogenschiessen und der Bewegungsablauf sind komplex.
Konzentriere dich beim Training auch immer nur auf EIN Thema.
Wenn das Sitzt, danngehe das nächste an.

Viel Spaß bei den tollen Hobby.

Viele Grüße
Frank

Titel: Re: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: Bona am Juli 21, 2026, 11:13:14 Vormittag
Beim Auszug bleibt der Kopf nicht stabil, wenn der Ellbogen hinten ist wandert er mit und Muskelgruppen werden angespannt die auch auf die Augen gehen (und Kiefer/Nacken).

Wo ist dein Ankerpunkt, das kann schon einen Unterschied machen.

Genau das meine ich nämlich. Ich merke das am Hals, dass es ab einem Punkt zieht, dass ich da "nachgeben" muss und ich den Kopf nicht mehr so weit Richtung Ziel bekomme.
Die Frage wäre, ob mit der Zeit sich diese Muskelgruppe verbessert, dass ich weiter "dehnen kann". Das  wäre ja gut, und würde dann ja das Problem lösen. 

Mein Ankterpunkt ist der Mundwinkel, Fingerkuppel Finkestinger   :)


@Waldgeist Deshalb freut es mich, dass ich auch ohne Parcourfreigabe die Einschießstände jederzeit frei nutzen darf. Ohne Feedback und Unterschrift, aber ich kann das schön üben.
Btw. ist das auch der Grund, dass ich da ein paar wenige Tiere "dauerbefeuere", die Tiere gehören zu den zwei Einschießständen. Da geht das, für den Fall, dass sich jemand wundert  ;)
Titel: Re: Problem beim Zielen mit dem dominanten Auge in Verbindung des Ellenbogens
Beitrag von: roscho am Juli 21, 2026, 11:25:07 Vormittag
Ich bin da bei dem Nachtfalken, Theraband und Muskelaufbau und Formtraining sind der Schlüssel.

Und 6 Trainingseinheiten sind ehrlich gesagt: Nix ;)

Ich schiesse ja schon etwas länger ;), hab mir gerade aber das Schlüsselbein der Bogenschulter gebrochen und denke nicht das ich nach 6 Einheiten wieder da bin wo ich vorher war ..

Noch ein Tipp: Techniktraining macht man auf kurze Distanzen (3 bis 5 m) und wo man trifft ist völlig egal ..