Archers Campfire
Bogenschießen => Tipps für Neueinsteiger => Thema gestartet von: Coding am Juni 29, 2026, 01:01:16 Nachmittag
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Hi, ich habe vor 18 Jahren schon mal geschossen. Habe jetzt neue Wurfarme und Sehne (8125). Meine ersten Schüsse habe ich auf 10 m gemacht und mein Visier eingestellt, dann auf 18m und 35m. Jedes mal gingen die Pfeile massiv nach rechts. Ist das normal? Passen die Pfeile vom Spine nicht richtig? Muss ich den Button umstellen? Bogen ist ein 25" riser ILF mit kurzen Wurfarmen 66" 32#, Pfeile sind xx75 platinum 29" bei ca. 26" Auszug und 60 grain Spitze.
Danke schon mal!
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Nehme an, du bist RH? Es kann sein, dass deine neuen WA nicht stärker, aber effektiver sind als die alten WA. Die Sehne wird ihr Übriges tun.
All in All sind deine Pfeile zu weich.
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Schon mal vielen Dank für die zweite sehr schnelle Meinung. Bin eigentlich schon davon ausgegangen neue Pfeile zu benötigen...
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bei 60gn Spitze kannst Du auch an den Pfeilen nichts mehr mit Spitzen tunen.
Evt bringt kürzen etwas, 29 Zoll Pfeile bei 26Zoll Auszug sind recht lang
Welchen Spine hast du gerade?
Hast Due einen Blankschaft?
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Nachtfalke hat schon den richtigen Ansatz: Pfeile Kürzen.
Aber vorsichtig. Die Länge der Pfeile kann sich mitunter sehr stark auswirken.
Also nicht gleich 2 cm, sondern eher in 0,5cm-Schritten wegnehmen und testen.
Vielleicht kannst du ja auch mal Sehnendämpfer einbauen und schauen, was passiert.
Wärst nicht der erste, der die Dinger am Ende nicht mehr missen will. :bow:
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Blankschaft habe ich nicht.
Auf den Pfeilen steht 1913. Ist dann wohl 733.
Kürzen würde ich sie eher nicht, sondern als Anfängerpfeile meiner Freundin überlassen. Meine alten Wurfarme hatte nur 28#, wundert mich dass die Pfeile nicht passen und ehlich gesagt weiß ich auch nicht ob sie jemals gepasst haben. Hatte mich damals nicht so tief mit der Materie beschäftigt. Das mit dem kürzen klingt langwierig. Jede Woche 0,5 cm... Was bewirken Sehnendämpfer?
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Auch wenn du die Pfeile verschenkst und neue kaufst, werden diese nicht zu100% passen.
Zum Pfeiltuning gehört mehr, als nur ein bisschen Lesestoff und eine Tabelle.
Wenn du dein Visier nicht auf jede Distanz neu einstellen willst und du (hoffentlich) zunehmend besser wirst, bleibt dir das nicht erspart.
Warum sollte es dir auch besser ergehen, als allen anderen ambitionierten Bogenschützen. ;D
Du wirst in jedem Faden hier, der sich damit beschäftigt, den Hinweis finden, dass Pfeiltuning eine sehr individuelle Geschichte ist und es allenfalls Richtungsweiser dazu gibt.
Es gehört einfach dazu und - anders, als mit KI – bekommst Du nicht nur ein Ergebnis, sondern verstehst dann auch, was da passiert.
Glaub mir, es lohnt sich. ;)
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@kungsörn +1
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Ok, ich sehe, ich werde wohl richtig viel testen müssen.
Ich möchte aber wirklich nicht mit den anderen Pfeilen schießen.
Da sin hinten Uni-Bushings drin und ich habe keine ahnung wie ich die raus bekomme zum kürzen und dann neu befiedern oder ich alternativ die Spitze welche eingeklebt ist raus bekomme.
Sinnvollerweise würde ich erst mal messen, wie viel Auszug ich wirklich habe, damit ich in Zukunft tatsächlich mal den Klicker testen kann den ich schon seit Jahren habe.
Würde mir dann 2 Schäfte Nijora Tokala Colorline 800 bestellen, davon einen befiedern und diverse Spitzen in unterschiedlichen Gewichten.
Einen Schaft lasse ich als Blankschaft.
Klingt das sinnvoll oder klingt das noch zu grün hinter den Ohren?
Blankschaft schießen würde ich mir zutrauen. Meine Gruppe auf 18 m hatte etwa 10 cm Streuung
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Das ist aus meiner Sicht ein vernünftiges Vorgehen.
Und noch ne Frage: schießt du in einem Verein ? Kann da ein Trainer/Übungsleiter mal drüber schauen ?
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Ja, habe am Sonntag das erste mal wieder in dem Verein geschossen.
Da waren auch 2 erfahrernere Schützen anwesend.
Aber kein richtiger Trainer.
Ich bin euch schon mal sehr dankbar!
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Servus und Moment mal, er schreibt Spine um die 700 mit 60 gn Spitze und 26'' Auszug. Da passt was aber gewaltig nicht. Oder hab ich was verpasst.
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700 Spine bei ~30 libs klingt jetzt nicht völlig daneben, wobei ich eher 100 oder 125er Spitzen erwartet hätte.
Kürzlich hatte ich auf dem Weg zum Bogenplatz die Pfeile von meinem Kind eingesteckt. Leichter (und 200 Spine weicher) als meine. Die Kinderpfeile flogen sehr unruhig und "zappelig" - wobei ich denke dass es weniger der Spine war, als vielmehr die zu leichten Pfeile (mein Bogen braucht 10gpp und die Pfeile sind eindeutig leichter). Meine normalen Pfeile sind bei 10.5 gpp und fliegen deutlich ruhiger... Ein ander mal habe ich mit einem anderen Clubmitglied Pfeile getauscht, die waren noch schwerer und flogen auch noch ruhiger... (Offensichtlich nur ein Gefühl nach einem Dutzend Pfeile).
Die Spitzen bekommt man normalerweise raus mit:
- eine Tasse kochendes Wasser
- ein Glas kaltes Wasser
- eine Zange
Pfeil mit der Spitze ins heiße Wasser tauchen und bis 15 zählen, dann Spitze mit der Zange greifen und ziehen. Wenn's nicht geht einfach noch mal aufheizen (und nicht mit Gewalt). Sobald die Spitze raus ist den Schaft im kalten Wasser etwas abkühlen.
Zum Einkleben sollte der Schaft sauber sein, dann etwas Heißkleber (und die Spitze) über einer Kerzenflamme erwärmen (Zange!). Wenn der Kleber schön weich ist, um den unteren Teil der Spitze streichen und die Spitze ruhig aber zügig eindrücken. Nach ein paar Sekunden kann man den überschüssigen Kleber entfernen. Pfeil gut auskühlen lassen (auch der Heißkleber braucht eine Stunde oder zwei zum Abbinden).
Pfeiltuning hört niemals auf - anfangs möchte man eher "stabil fliegende" Pfeile, später turnt man eher nach anderen Zielen...
Und wie üblich gilt das 80-20 Prinzip: 80% der Arbeit in 20% der Zeit, die restlichen 20% der Arbeit brauchen 80% der Zeit...
Viel Erfolg.
PS: meine aktuellen Pfeile bei 30-33 lbs: 700er Schäfte mit Schutzringen vorne und hinten. Inserts und Schraubspitzen (zusammen ~130gn), Pin-Nocken und 4x 3" Federn. (mich hat das mit der Leidfeder immer genervt, bei den Carbonpfeilen ist das eh nicht so kritisch).