Archers Campfire
Do it yourself => Ausrüstungsbau => Thema gestartet von: recurveman am März 11, 2026, 08:49:36 Vormittag
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Moin,
ich habe mir einen Bodnik Speedglove Deluxe mit Pfeilrochenleder an den Fingern gekauft.
Beim Schießen absolut super, ich hatte noch nie ein so gutes Release.
Leider verschleißt das Perlrochenleder die Mittenwicklung extrem schnell.
Einerseits werde ich das Leder nochmal schleifen, andererseits will ich auch mal möglichst abriebfestes Mittenwicklungsgarn probieren.
Habt ihr hier eine Empfehlung? Ich habe keine Lust die ganzen Garne zu kaufen und durchzuprobieren…
Gruß,
Thomas.
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Ich hab seit einiger Zeit BCY Halo im Einsatz, das ist deutlich besser als alles was ich davor versucht habe.
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Angel Majesty Serving
Mit Halo das robusteste. Wird aber recht glatt.
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Hab ich doch schon erwähnt, daß Rochenleder, egal wie gut es geschliffen ist... Die Mittenwicklung zu sehr verschleißt.
Normales Dyneema geflochtenes Angelgarn, ist da am haltbarsten und kostet nur einen Bruchteil von Halo und Majesty.
0,50mm ist etwa wie.025"
https://www.ebay.de/itm/304682662254
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Hab ich doch schon erwähnt, daß Rochenleder, egal wie gut es geschliffen ist... Die Mittenwicklung zu sehr verschleißt.
Das befürchte ich auch. Wenn man über das Leder geht, ist es wunderbar glatt, nur wenn es stärker gebogen wird fühlt es sich ein wenig rau an.
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Die unzähligen Kanten, die entstehen, wenn die Hornblättchen (die ja von Natur aus abgerundet sind) plangeschliffen werden, sind sehr scharf. Und weil das Material recht hart ist, bleiben die Kanten auch scharf.......was sich abnutzt, ist das Garn.
Rochenleder an Handschuh oder Tab verschleißt die Mittenwicklung immer sehr stark.
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Ich hab BCY Halo und auch geflochtene Angelsehne (Hercules) verbaut und im Einsatz.
Die Haltbarkeit gegen Abrieb ist bei beiden gut und den einfachen Nylonschnüren um Welten voraus.
Bei den Angelgarnen (Guidos Empfehlung) muss man beachten, dass die i.d.R. silikoniert sind.
Bei meinen ersten Versuchen damit hat sich die MiWi auf der Sehne verschoben, was sich an kleinen Lücken zwischen den Wicklungen zeigte.
Ich habe dann ein langes Stück ca. 2-3 Std. in Aceton (hatte keinen Silikonentferner parat) gebadet und
anschließend gut in Seifenlauge und dann mit reichlich Wasser gespült (sehr wichtig, Aceton ist nicht ohne).
Ob das der Schlüssel war oder die festere Wicklung, kann ich nicht sagen. Die aktuelle MiWi hält jedenfalls.
Vorteil der Angelsehne ist primär, dass du sie zu sehr kleinen Preisen bekommen kannst, um ggf. die richtige Dicke zu finden.
Wenn du deine passende Stärke gefunden hast bzw. sicher weißt, investiere lieber in eine Spule Halo oder ein anderes Dyneema-Garn.
Die reicht ewig und zumindest das Umgewickel entfällt. Leere Spulen für die gängigen Wickelgerätebrauchst du auch.
Mir hatte seinerzeit unser Walter (von Hermannsburg) 2 Stk. überlassen. Dafür bin ich sehr Dankbar.
Wenn du die kleinen Erhebungen vom Perlrochenleder schleifst, erzeugst du ggf. noch mehr scharfe Kanten. Ich glaub nicht, dass es was bringt.
P.S. Helmut war schneller...
Evtl. eher mit einer weichen Polierscheibe bearbeiten.
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Ich hatte ebenfalls den Neuen Speed Glove.
Der hat die Mttelwicklung extrem angegriffen.
Ging dann zurück.
Anscheinend war bzw. ist das Problem bekannt.
Ich stehe übrigens nicht Alleine da mit dem Problem bzgl. Speed Glove Deluxe.
@Stringwistler
Nutze den Stingray V3 von Roman nun schon einige Zeit und 0 (in Worten Null) Probleme bzgl Mittelwicklung!!
Und ich schieße nicht wenig.
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Die unzähligen Kanten, die entstehen, wenn die Hornblättchen (die ja von Natur aus abgerundet sind) plangeschliffen werden, sind sehr scharf. Und weil das Material recht hart ist, bleiben die Kanten auch scharf.......was sich abnutzt, ist das Garn.
Kann man das Leder dann vielleicht beim schleifen so halten und dabei biegen das sich die Hornplättchen etwas aufstellen bzw. die Kanten sich abheben? Dann kann man diese Kanten im "aufgestellten Zustand" abschleifen und die wirken sich dann beim Schießen nicht mehr aus? So wie Holzfasern die sich mit der ersten Lackschicht aufstellen und abgeschliffen werden um danach nie wieder in Erscheinung zu treten.
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Beim Greifen, Ausziehen und Ablass verformt sich das Leder seinen den Plättchen in ziemlich unberechenbarer Weise.
Ich sehe den Einsatz von Perlrochenleder auch als konstruktiven Fehler.