Archers Campfire
Bogenschießen => Pfeile => Thema gestartet von: Rainer K am Januar 14, 2026, 12:48:24 Nachmittag
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Moin,
ich hab mir einen Satz Skylon Novice besorgt weil deren Verlust/Bruch nicht sehr wehtut. Vorweg: ja, besser treffen ist die beste Lösung. Ich arbeite daran. :schuldig:
Die Dinger fliegen ok und können was ab. Nur sie Spitzen sind halt rundgelutschte Übungsspitzen. Ich wollte einige gegen 4,2mm 3D Spitzen tauschen, bekomm die originalen aber nicht raus. :schmoll: Kann es sein, dass Skylon die einpresst oder Hochtemperaturkleber verwendet?
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Moin,
ich hab mir einen Satz Skylon Novice besorgt weil deren Verlust/Bruch nicht sehr wehtut. Vorweg: ja, besser treffen ist die beste Lösung. Ich arbeite daran. :schuldig:
Die Dinger fliegen ok und können was ab. Nur sie Spitzen sind halt rundgelutschte Übungsspitzen. Ich wollte einige gegen 4,2mm 3D Spitzen tauschen, bekomm die originalen aber nicht raus. :schmoll: Kann es sein, dass Skylon die einpresst oder Hochtemperaturkleber verwendet?
Die kleben doch heute fast alle mit Sekundenkleber.
Da die Klebefläche sehr lang sein kann und du ganz schöne Hitze dazu benötigst, empfehle ich das anheizen der Spitze mit einem Spiritusbrenner und zum Schutz des Pfeils einen feuchten Lappen drumwickeln, möglichst gleich nach der Spitze beginnend.
Dann Spitze in den Schraubstock und kräftig ziehen.....
Wenn das auch nicht geht.... hilft "fast" nix mehr..... ::)
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Die Schäfte der Spitzen sind ja nicht lang, geht kürzen und dann neue einfach einkleben ?
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Ja, ggf könnte ich auch kürzen.
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Wenn die Spitzen tatsächlich mit Sekundenkleber eingeklebt sind, wird man die Klebung duch Hitze (Gsbrenner oder ähnliches) nicht lösen können, ohne den Schaft, insbesondere bei hohen Spinewerterten ( dünne Wandung), irreparabel zu beschädigen.
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Nocke raus, einen Bohrer mit der stumpfen Seite in den Schaft geben und mit einigen Peitschenhiebe die eingeklebte Spitze heraustreiben...
Das klappt zu 100 Prozent. Aber bitte vorsichtig die Sache angehen, falls du es draußen machst und du keine Wand (welche auch eine Macke verträgt... falls...) vor dir hast kann, besser wird, dir passieren, dass Spitze und Bohrer für immer verschwunden sind und zusätzlich als Geschoß unterwegs sind... :schuldig:
Im Wohnraum ist "diese Methode" natürlich verboten, verboten sind auch weitere Menschen (über dich hinaus...) und Tiere in der Umgebung... O:-)
Und, nach jedem Peitschenhieb schauen ob die Spitze bereits geschoben wird... O:-)
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Ja, ggf könnte ich auch kürzen.
Sehr gut! Und natürlich gilt, immer wenn ich kürzen kann wird gekürzt (...).
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Ich verwende eine Welle (Ø6mm bei ID = ca.6,2mm) aus einem alten Drucker, so wie von Absinth beschrieben.
Die ist mit 25cm sogar viel länger und schwerer, als ein 0815-Boher. Trotzdem bekomme ich damit nicht immer alle Inserts raus.
Bitte beachte unbedingt, dass nach dem Kürzen i.d.R. ein höheres Spitzengewicht erforderlich ist.
Da wird also ggf. auch ein neuer RST fällig.
Bei mir waren - im extremsten Fall - für -25mm am Schaft sogar +20grn. an der Spitze fällig.
Ist dann z.B. auch von der Spitzen- bzw. Insertlänge abhängig.
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Nocke raus, einen Bohrer mit der stumpfen Seite in den Schaft geben und mit einigen Peitschenhiebe die eingeklebte Spitze heraustreiben...
Sind Pin Nocken, :( sonst guter Hinweis, danke.
Ich probier das am WE mal mit Spiritusbrenner und nassem Lappen. Kann man optisch erkennen wenn das Schaftmaterial geschädigt wurde?
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In erster Linie bilden sich Erhebungen bzw. Wölbungen an der Oberfläche.
Das merkt man, wenn man mit dem Finger drüber streicht oder die Lichtreflektionen beobachtet.
Manchmal wird der Teilbereich auch einfach nur etwas gebogen oder die Öffnung weitet sich etwas.
Wenn die Spitze draußen ist, hängen oft einzelne gelöste Karbonfasern bzw. Stränge aus der Öffnung.
Wenn mindestens einer dieser Effekte zu beobachten ist, kannst du davon ausgehen,
dass der Schaft an dieser Stelle zumindest nicht mehr das aushält, was der Rest so kann...
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Nocke raus, einen Bohrer mit der stumpfen Seite in den Schaft geben und mit einigen Peitschenhiebe die eingeklebte Spitze heraustreiben...
Sind Pin Nocken, :( sonst guter Hinweis, danke.
Ich probier das am WE mal mit Spiritusbrenner und nassem Lappen. Kann man optisch erkennen wenn das Schaftmaterial geschädigt wurde?
Also bei mir ist es noch nie dazu gekommen.
Aber bei einem wollte ich es mal testen und hab ihn um ein vielfaches höher und länger erhitzt, dann wird als erstes der Rand vorne direkt bei der Spitze weiß. Hat man dann aber nach 1cm Abschnitt nicht mehr wahr genommen.
Achtung vor en Ausdünstungen beim rausziehen der Spitzen dann wenn mit Sekundenkleber geklebt wurde. Nicht gerade mit dem Gesicht über den Pfeil halten. ;)
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Ich würde immer noch zu abschneiden raten, da geht sicher kein Material kaputt
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Ich würde immer noch zu abschneiden raten, da geht sicher kein Material kaputt
Aber die Reihenfolge ist klar, wenn dann ERST rausziehen (weil ichs wissen will) DANN abschneiden (weil länger als nötig) :)
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Lieber Rainer, wenn du die Spitzen wie auch immer mit den hier beschriebenen Methoden herauswügst, ohne dich wirklich auszukennen, ist die Gefahr sehr groß, dass du die Pfeilstruktur schädigst und dann sowas herauskommen kann…
Bitte nur mit starken Nerven anschauen:
https://www.google.de/search?client=safari&hs=Yvp9&sca_esv=492d03d456b59a14&hl=de-de&q=arrow+splinter+hand+splitter+carbon+arrows&uds=ALYpb_ncDc7jTlmw6Mmq7NjuX5c-moEHUg4pDb60mNk5JOaZi3PxUOwb4gTC2gcBje1IxnivkP2gjxx2yhrJ3e4e_0XN46mSAQCKppYlVNjMcdDrIOFeNxaJjv6dncSFRaRyTBG8t8qoDANCbO8uYLfnbyLhmR5dsYcgcZAvnopCnw3zc4sf3KyrY5DH4B7lKvyfAiyjaeOg&udm=2&sa=X&ved=2ahUKEwjGsuas9I2SAxX1if0HHQhtLsoQxKsJKAJ6BAgREAE&ictx=0&biw=1128&bih=720&dpr=2&aic=0
Du solltest gegenrechnen,mob sich das Risiko für 5,.€ pro Pfeil lohnt oder solltest dir von einem kundigen Kollegen helfen lassen.
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Diese Pfeile sind die "daily drivers" meiner Freundin, ich habe sicher schon 3 Dutzend mal Spitze raus, gekürzt, Spitze rein...
Die Verklebung ist sicher eine der böseren , aber hab mit Kerze und Zange(die für die Messingnockpunkte) noch jede raus bekommen.
Ich halte die Schäfte ganz vorne nahe der Spitze, wenn meine Finger das Gefühl bekommen, jetzt wird's heiß, schnell Zange dran und gogo!
Solltest du es mit der Hitze übertrieben haben merkst das gleich. Erstens geht die Spitze zu leicht raus, und zweitens wird der Schaft vorne "teigig", dir kommen das Harz und einzelne Gewebe Stränge entgegen.
Böse Überraschungen gab beim Abschuss gab es noch nie.
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Ich würde immer noch zu abschneiden raten, da geht sicher kein Material kaputt
Aber die Reihenfolge ist klar, wenn dann ERST rausziehen (weil ichs wissen will) DANN abschneiden (weil länger als nötig) :)
Guter Plan ;)
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So würde ich es auch machen.
Hat ja schließlich auch was mit Wertschätzung von Rohstoffen und nicht immer mit dickem Geldbeutel zu tun.
Die gezeigten Bilder sind fast alle mit Compound gewesen und haben nichts, aber auch gar nix mit einer Spitzendemontage zu tun, sondern mit irgend einem Schaden durch harte Treffer o. ä.
Nur wer versucht, bekommt Gewissheit. 😉👌
Ich versichere Dir, mit ein bisschen handwerklichen Geschick und Grips im Hirn bekommst Du das auch absolut unfallfrei hin... 😊👏
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Bei den gezeigten Bildern (Danke für die Sammlung, sehr instruktiv) sind auch ein paar dabei bei denen ich mich frage, ob man diesem Schützen überhaupt einen Bogen in die Hand geben darf. Die 'gepiercten' Stellen sind so weit weg von der normalen Pfeillage das mir da schon Zweifel.
Was man aber auch sieht ist, das Carbonschäfte bei denen Zweifel an der Integrität bestehen aussortiert gehören. Bei vielen Bildern sieht man schön, das der Carbonschaft gesplittert ist.
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Bambus, du meinst sicher die „Unfall-Fotos“ aus dem Link.
Ein Aufpilzen von Carbonschäften habe ich – bei all den Desastern – in 20 Jahren auch noch nicht live gesehen.
Das müssen dann schon ganz alte Teile sein.
Abgesehen davon ist ein Defekt in Spitzennähe nicht ganz so gefährlich, wie bspw. Am Nockende oder Mitte.
Das gezeigte Szenario auf den Bildern mit CPs wäre gegeben, wenn man sehr kurze Pfeile schießt,
dann im falschen Moment wackelt und damit seine filigrane Federblattauflage zum Lastabwurf animiert.
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Die Bilder sind schon alt und werden immer wieder gezeigt, wenn es um defekte Pfeilschäfte geht. Ein angeknackster Pfeil kann bei entsprechendem Bogen immense Schäden anrichten. Da wurden keine sehr kurzen Pfeile geschossen, sondern beim Lösen tritt soviel Kraft auf, dass der mittig geschädigte Pfeil bei der ersten Auslenkung (Archers Paradox/ Trägheit der Masse) nach links aufsplittert und de Rest des Pfeiles durch den Handrücken sticht.
Mir ist es nur wichtig einmal zu warnen, wenn man noch null Ahnung hat und dann mit Lötlampe und nassem Lappen am Pfeil herum laboriert, kann auch das schlimme Folgen haben. Ich habe mir Anfangs auch einen Pfeil „aufgeweicht“ und ihn dann lieber weggeworfen. Leider hatte ich auch niemand dabei, der mir zeigen konnte, wie es richtig geht.
Die Tipps, die hier kamen sind ja auch alle gut und erprobt, vorausgesetzt der TO hat mind. etwas handwerkliches Geschick.
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Gerade bei hohen Spinewerten (dünne Wandstärken) ist die Grenze zu "zu heiß" schnell überschritten.
Das merkt man dann aber auch, denn das Material verformt und die Carbonfasern trennen sich dauerhaft.
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Sooo, jetzt muss ich ja abliefern :)
Die Spitzen sind raus. Der Schaft ist noch rund und sieht aus wie immer. War wohl Sekundenkleber.
Locker bekommen hab ich die Spitzen erst nachdem ich mit meiner Lieblings-Puksäge hinter der Spitze einen Ring eingesägt und der erwärmten Spitze mit dem Hammer eins auf die Nase gegeben hab'. Dabei reißt die Klebeschicht. Vorher war auch mit dem Schraubstock und zerren nix zu machen ( :wtf: Schwächling?)
So lang wie die Spitzen drinstecken hätt ich nicht kürzen wollen. Der Unterschied zu meinen teuren Baracudas war 1cm. Den hab ich gekürzt.
Das Ergebnis ist schick und ohne Kante, hurrah Pfeile gehen glatt aus dem Ziel ohne Fussel rauszureißen :bow: :bow:.
Danke an das Schwarmwissen.
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Schaft und Ergebnis
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Super... Hast also keinen Schaft ruiniert...
Dann hat doch alles geklappt. 😄👌